Momentaufnahmen aus der Natur

Momentaufnahmen aus der Natur

St. Ingbert. Ungewöhnliche Einblicke in die Tierwelt warten im Moment auf die Besucher der St. Ingberter Rathausgalerie. "National Geographic Deutschland" präsentiert dort noch bis zum 15. Januar die Ausstellung "Die 100 besten Wildlife-Fotos"

St. Ingbert. Ungewöhnliche Einblicke in die Tierwelt warten im Moment auf die Besucher der St. Ingberter Rathausgalerie. "National Geographic Deutschland" präsentiert dort noch bis zum 15. Januar die Ausstellung "Die 100 besten Wildlife-Fotos". Zu sehen sind Momentaufnahmen aus der vielfältigen Lebenswelt der Tiere: Löwen, Tiger, Eisbären, Gürteltiere und viele andere, ob beim Kampf oder bei der Pflege von Jungtieren. Die Bilder versammeln die eindrucksvollsten Tierfotografien aus der mehr als 120-jährigen Geschichte des Magazins National Geographic. In dessen Auftrag werden schon seit Ende des 19. Jahrhunderts Fotografen in die ganze Welt entsendet, um die Vielfalt und Schönheit der Natur mit Hilfe der Fotografie einzufangen und um diese schließlich einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Ausstellung "soll Natur zeigen, wie sie ist", betonte Professor Rolf Sachsse von der Hochschule der Bildenden Künste Saar in seiner Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung am vergangenen Sonntag. Viele Bilder würden ähnliche Kompositionen aufweisen, wie man sie aus der Kriegsfotografie kennt, weil naturgemäß auf vielen der Bilder Kämpfe dargestellt werden. Alfons Wirtz, Mitglied des St. Ingberter Stadtrates, versicherte, dass jeder, der sich mit den Bildern befasst, "sie spontan versteht". Die Ausstellung vermag es also, trotz einigen bedrohlichen Kampfesdarstellungen durchaus ganze Familien zu begeistern. Ein fundiertes Sachwissen, das zum Verständnis von vielen Kunstwerken unabdinglich ist, ist hier nicht Voraussetzung.

Als ausgewiesener Fachmann verriet Sachsse trotzdem einige wissenswerte Informationen rund ums Thema Wildlife-Fotografie. So erfuhren die knapp 50 Anwesenden beispielsweise, wie schwierig es für die Fotografen gewesen sein muss, die gezeigten Bilder zu schießen. Technisch und menschlich müssten diese immer wieder an die Grenze gehen. Als "professionelle Geduldhaber" müssten sie für nur ein Foto oft Stunden und Tage warten und dürften dabei "nicht gehört und nicht gesehen werden". "Wildlife-Fotografie ist die Ultima Ratio des Fotografierens", so Sachsse weiter. So verwundert es auch nicht, dass einige technische Neurungen, wie die Hochgeschwindigkeits-Fotografie und die Fernauslösung aus der Wildlife-Fotografie stammen.