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Moderna oder Biontech: Welcher Impfstoff für die Booster-Impfung?

Kommentar : Moderna oder Biontech? Worauf es bei der Booster-Impfung ankommt

Wir stehen am Anfang eines harten Winters. Ich wage diese Langfristvorhersage, weil sie sich nicht aufs Wetter bezieht, wo ihre Aussagekraft mehr als zweifelhaft wäre. Sie betrifft die Corona-Pandemie.

Und da ist die Lage klar: Im November 2020 startete das Saarland mit einer Inzidenz von 120 in den Covid-19-Winter, dieses Jahr ist der Wert mehr als dreimal so hoch und wird weiter steigen. Das weckt düstere Vorahnungen. Deshalb ist die Impfung jetzt wichtiger denn je – und das bedeutet für viele Saarländer im Winter 2021/22 die dritte Dosis.

Doch welcher Impfstoff ist der beste für den sogenannten Booster? Biontech oder Moderna? Diese Frage bereitet nicht zuletzt wegen der verpatzten Kommunikation der Bundesregierung zu diesem Thema vielen Menschen Kopfzerbrechen. Dabei ist sie vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen ziemlich einfach zu beantworten. Es gibt keinen wirklich bedeutenden Unterschied in der Wirkung der sogenannten mRNA-Vakzine – und nur einen relevanten bei den Nebenwirkungen.

Wer jünger als 30 Jahre ist, sollte wegen des statistisch gesehen höheren Risikos einer Herzmuskelentzündung Biontech wählen, bei den älteren Semestern macht es keinen Unterschied, welchen Wirkstoff sie nehmen. Es gilt die Regel: Wer auf Moderna setzt, darf statistisch gesehen auf einen besseren Schutz hoffen, bei Biontech auf weniger Nebenwirkungen.

Apropos Nebenwirkungen:  Bedeutende Komplikationen rund ums Herz traten bisher laut den Impfstoffstudien in einer Handvoll Fälle pro hunderttausend Impfungen auf. Das ist nichts im Vergleich zum mehr als tausendfach höheren Risiko eines ungeimpften Menschen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus zu müssen und dort in einer überlasteten Intensivstation zu landen. Der richtige Moment für die Impfung ist deshalb: Jetzt.