1. Saarland

Mitglieder müssen über die Scala-Zukunft entscheiden

Mitglieder müssen über die Scala-Zukunft entscheiden

Dudweiler. Wenn die Mitglieder den Plänen zustimmen, könnte es mit den Kulturveranstaltungen des Dudweiler Scala-Vereins ab dem Jahr 2010 in Brennersch` Haus weitergehen

Dudweiler. Wenn die Mitglieder den Plänen zustimmen, könnte es mit den Kulturveranstaltungen des Dudweiler Scala-Vereins ab dem Jahr 2010 in Brennersch` Haus weitergehen. Nachdem ein Mietvertrag mit der Besitzerin des ehemaligen Scala-Kinos im Sommer vergangenen Jahres nicht zustande kam (siehe Info), hatten die Mitglieder den Vorstand beauftragt, mit dem Inhaber der Krumm Stubb, Lothar Ringle, ein neues Konzept für Brennersch' Haus zu erarbeiten. Nun wurden erste Pläne im Bezirksrat Dudweiler vorgestellt. Heute wird unter anderem Vorstandsmitglied Dieter Meier im Rats-Kulturausschuss zum Thema referieren. Dass ein Kulturzentrum in Dudweiler realistische Erfolgschancen hat, zeigen die Besucherzahlen. 2005 und 2007 lockten 73 Veranstaltungen über 7000 Menschen in die Scala, wo es "Kultur auf der Baustelle" gab, in die Ausweichquartiere Krumm Stubb und Bürgerhaus und in die während dieser Zeit gegründete Thea Schu, die Theaterschule am Dudweiler Markt. Schon während der Zeit signalisierte Krumm-Stubb-Besitzer Lothar Ringle seine volle Unterstützung. Er ist auch Eigentümer des jetzt ins Gespräch gekommenen Brennersch' Haus - direkt an den Biergarten der Krumm' Stubb angrenzend. Hier könnte ein Kulturzentrum für Dudweiler entstehen, das vom Tanz über Theater bis Musik und Lesungen fast jeden Geschmack treffen soll. Rund 600 000 Euro will Ringle investieren, um aus dem über hundert Jahre alten Gebäude eine Spielstätte entstehen zu lassen, die multifunktional nutzbar ist: Die Scheune soll zum Theater- und Übungssaal umfunktioniert werden und für Familienfeiern zur Verfügung stehen. Etwa 150 Plätze bietet der Zuschauerraum; könnte man den Luftraum über dem Saal noch mitnutzen, kämen auf der zu erbauenden Empore nochmals etwa 50 Sitzplätze hinzu. In das derzeitige Wohnhaus sollen die Büros für die Theaterschule, das StattTheater und den Scala-Verein einziehen; hier würden sich dann auch Entree, Foyer und die Sanitäranlagen befinden. Im Innenhof wäre Platz für die Gastronomie mit einer Außenbühne. Soweit die Pläne, die nun auf ihre Machbarkeit geprüft werden.

HintergrundWas bisher geschah: Im Mai 2005 Gründung des Vereins "Dudweiler Scala e.V.", angestoßen durch Mitglieder des Dudweiler Statt-Theaters, dessen Spielstätte am Brennenden Berg zu klein geworden ist. Mit von der Partie ist auch das Mimodram-Theater. Zusammen will man das leerstehende Scala-Kino in Dudweiler zum Kulturzentrum umbauen. Im Juli 2005 stößt der Probelauf "Kultur auf der Baustelle" auf große Resonanz. Im März 2006 wird klar, dass man im Scala-Kino erst nach allen Renovierungsarbeiten weitermachen kann. Das Kulturprogramm läuft in der Krumm' Stubb weiter. Die Verhandlungen mit der Eigentümerin der Scala über einen Mietvertrag landen in einer Sackgasse. Die Vereinsmitglieder wollen das finanzielle Risiko (Investivkosten rund 200000 Euro) allein schultern. Im August 2007 beschließt die Mitgliederversammlung, die Mietverhandlungen einzustellen und beauftragt den Vorstand, mit dem Besitzer des Brennersch' Haus ein Miet- und Nutzungskonzept zu erarbeiten. Im Juni 2008 kann der Vorstand erste Pläne vorstellen. kjs