1. Saarland

Mit Rotwein und italienischer Musik gegen Wolkenpracht

Mit Rotwein und italienischer Musik gegen Wolkenpracht

Bosen. Erstmals stand die Veranstaltung zwei Tage im Zeichen des italienischen Lebensgefühls. Nach den italienischen Nächten (notte italia), folgte der "Giorno Italiano", der in diesem Jahr zum Open-Air-Wochenende "Dolce Vita" ausgeweitet wurde. "Ich denke, das wir an diesen Konzept nun festhalten", bewertete Landrat Udo Recktenwald

Bosen. Erstmals stand die Veranstaltung zwei Tage im Zeichen des italienischen Lebensgefühls. Nach den italienischen Nächten (notte italia), folgte der "Giorno Italiano", der in diesem Jahr zum Open-Air-Wochenende "Dolce Vita" ausgeweitet wurde. "Ich denke, das wir an diesen Konzept nun festhalten", bewertete Landrat Udo Recktenwald. Aufgefallen war ihm bei seinem Rundgang über das Festivalgelände, kaum auf Italiener stieß. "Hier müssen wir die Werbung verstärken", kündigte Recktenwald an.Im Vordergrund des neuen Konzepts stand:ein Wochenende für die ganze Familie. Zur Premiere kamen nach Angaben des Veranstalters, dem Landkreis St. Wendel, 3000 Besucher ins Strandbad.

"Ich finde die Veranstaltung toll", lobte Derrick Brown. Der US-Amerikaner war gerade mit seiner Familie vom Baden im Bostalsee gekommen. "Den ganzen Mittag haben wir die Musik hören können. Jetzt wollen wir uns die letzte Band noch ansehen", sagte er. Nach der Folkloregruppe Stelle Chiare, die traditionelle Tänze aufgeführt hat, bildete der Auftritt der Band Da Vinci den Abschluss.

Während die Hits von Eros Ramazzotti, Zucchero oder Umberto Tozzi erklangen, zogen die befragten Standbetreiber eine erste Bilanz. "Der Umsatz ist in Ordnung", sagte Heike Oswald hinter der Theke der mobilen Cocktailbar. Die niedrigen Temperaturen des Vortags hätten den Cocktail-Umsatz nicht beflügelt.. "Dennoch ging der Himbeer-Caipirinha sehr gut."

Renner bei Weinhändler Domenico Sciascia sollen Chardonnay, Sangiovese und Chianti. "Dass wir so viel Rotwein in Flaschen verkauft haben, ist erstaunlich", resümierte Sciascia. Dass er neben einem Pizza-Stand platziert war, sah der Bouser als großen Vorteil für sein Geschäft.

"Der Chef wäre auf alle Fälle zufrieden", sagte Sabrina Jung von der Pizzeria Lo Guidice. Sie vertrat ihren Lebensgefährten Antonio, der nach seinem samstäglichen Einsatz am Pizzaofen mit Fieber im Bett lag.

Saarländisch gudd gess wurde auch. "Unser Angebot ist gut angenommen worden", bilanzierte Standbetreiberin Tanja Biehl. Und zu ihrer Überraschung sogar von Italienern. Bei ihr habe sich nämlich die Fahnenschwingergruppe Sbandieratori aus Florenz zwischen ihren Auftritten gestärkt. frf