Mit leuchtenden Farben nach New York

Mit leuchtenden Farben nach New York

Dudweiler. New York ist eine Reise wert. Erst recht, wenn man einen so triftigen Grund hat wie Christiane Lohrig aus Dudweiler: In der Agora Gallery werden bis zum 13. April drei ihrer großformatigen Gemälde im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung zum Thema "Contemporary German Art. The New York Experience" zu sehen sein

Dudweiler. New York ist eine Reise wert. Erst recht, wenn man einen so triftigen Grund hat wie Christiane Lohrig aus Dudweiler: In der Agora Gallery werden bis zum 13. April drei ihrer großformatigen Gemälde im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung zum Thema "Contemporary German Art. The New York Experience" zu sehen sein. "Die Bilder sind schon dort", erzählt sie und freut sich, bei der Eröffnung am 25. März dabei sein zu können. Ja, aufgeregt sei sie schon, sagt sie, auch wenn die Eröffnungen dort anders ablaufen, ohne offizielle Ansprache, einfach nur im Dialog. Die Agora Gallery sei eine alteingesessene Galerie im Szeneviertel Chelsea, die sich auf die Vertretung internationaler Künstler verlegt hat, solcher, deren Werke man für gut befindet, die aber den großen Durchbruch noch nicht geschafft haben. "Ich habe sie im Internet entdeckt und mich im März 2009 für diese Ausstellung zeitgenössischer deutscher Kunst beworben", so die diplomierte Bauingenieurin, die schon während ihres Studiums an der Saarbrücker HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft) in Öl und Acryl auf großformatige Leinwände malte. Autodidaktisch hat sie sich künstlerisch weitergebildet und seit 1995 einer experimentellen Malerei verschrieben, in der sie "die Grenzen zwischen den Sparten der Kunst überschreiten will". Ganz bewusst will sie sich abgrenzen vom Gewohnten, arbeitet mit Sprühfarben und Schablonen, integriert Pigmente, Papiere, Stofffetzen und andere Materialien in ihre Werke. Hinzu kommen starke, intensive Farben, die auf vielen sich überlagernden Schichten aufbauen - "so vielschichtig wie das Leben", sagt sie und zeigt auf ein Gemälde, in dem auf grün strahlendem Bildgrund ein klassisches Muster zu erkennen ist: die französische Lilie. Sie verkörpert ein Klischee, lässt an traditionell-biedere Lebenswelten denken. Verweise wie diese finden sich immer wieder in Lohrigs abstrakten Gemälden; in Form von Zahlen, Buchstaben, Liniengebilden oder aussagekräftigen Mustern tauchen sie auf und wirken doch in erster Linie spielerisch, weil die leuchtende Farbe ihnen die hintergründige Schwere nimmt. "Ich umgebe mich gern mit schönen Dingen und meine meist farbenfrohen, großformatigen Bilder gehören dazu. Wenn ich sie ansehe, geht es mir gut", verrät sie und hofft nun, dass auch die New Yorker diese Freude teilen mögen. qb

Zur PersonDie 1958 in Dudweiler geborene Christiane Lohrig erhielt ihr Diplom an der HTW im Jahr 1988. Von 2004 bis 2006 war sie Dozentin in den Atelierräumen des Saarlandmuseums, 2005 bei der VHS in Saarbrücken. Im gleichen Jahr bezog sie ein eigenes Atelier in Dudweiler-Süd, in dem sie Kurse für Kinder und Erwachsene anbietet.

Mehr von Saarbrücker Zeitung