Mit Fantasie und Geschick

Mit Fantasie und Geschick

Friedrichsthal. "Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben." Mit diesem Zitat von Pablo Picasso eröffnete Annette Kuhn, die Sprecherin der Friedrichsthaler Arbeitsgemeinschaft (AG) Stadtmarketing, die zweitägige Hobby-Ausstellung im Friedrichsthaler Rathaus

Friedrichsthal. "Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben." Mit diesem Zitat von Pablo Picasso eröffnete Annette Kuhn, die Sprecherin der Friedrichsthaler Arbeitsgemeinschaft (AG) Stadtmarketing, die zweitägige Hobby-Ausstellung im Friedrichsthaler Rathaus. Zum vierten Mal fand sie statt, wieder war sie kombiniert mit einer Weinmesse und erneut organisiert von der Stadtmarketing AG. Dort, wo sonst Politik gemacht wird - im Festsaal und im Sitzungszimmer - zeigten knapp 30 Ausstellerinnen und Aussteller, was man mit Fantasie und Geschick an sehenswerten Dingen kreieren kann.Angefangen von Keramikarbeiten über handgemachten Schmuck in verschiedenen Variationen, Malerei, Glaskunst, Holz- und Drechselarbeiten sowie selbst gemachte Teddybären reichte das Angebot.

Bereits auf den Treppen zum Festsaal begrüßten die lebensgroßen Pappmaché-Figuren von Vitus Hassenteufel aus Dudweiler die Besucher. Aus Quierschied war Hans Bost gekommen. Er hatte eine kleine Palette seiner Holzschnitzarbeiten mitgebracht. Seit mehr als 30 Jahren geht er diesem Hobby nach. Das Ambiente im schönen Friedrichsthaler Rathaus gefiel ihm sehr gut.

Seit 20 Jahren beschäftigt sich Michaela Müller aus Eppelborn mit Keramik. Sie hat schon an den vorherigen Ausstellungen teilgenommen, erzählte sie. "Vor 20 Jahren hat mich eine Arbeitskollegin zu einem Töpferkurs zur Volkshochschule mitgenommen", erinnerte sie sich an ihre künstlerischen Anfänge. Mitten im großen Festsaal saß Ludwig Müller. Auf dem Tisch vor sich hatte der 67-Jährige zwei Klebepistolen, eine kleine Akkubohrmaschine, Scheren und Zangen sowie jede Menge Naturmaterialien, wie kleine Scheiben aus Birkenästen, Blätter und Moos. Bei ihm konnten die Kinder basteln. Aus einer Birkenscheibe machte sich die zehn Jahre alte Lea einen Anhänger mit ihrem Namen drauf.

"Das Rathaus ist das Haus der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb öffnen wir es für solche Veranstaltungen immer wieder gerne", betonte der Friedrichsthaler Verwaltungschef Rolf Schultheis und lobte die Stadtmarketing AG für die "tolle Veranstaltung". Eine solche Ausstellung sei ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Identität, sagte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo. Er war der Schirmherr.

Aus Mehringen war Ortsweinkönigin Stefanie I. gekommen. Die Kombination einer Hobbyausstellung mit einer Weinmesse sei eine schöne Idee, meinte sie mit einem charmanten Lächeln.

Apropos Wein: Verschiedene Sorten des edlen Rebensaftes gab es im Foyer des Rathauses zu kosten. Dort war auch ein großes Kuchenbüfett aufgebaut. Am gestrigen Sonntag hatten die Geschäfte in der Stadtmitte von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Sie lockten die Kunden mit interessanten Angeboten und Gewinnspielen. Für die jüngsten Besucher gab es einen Malwettbewerb.

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