1. Saarland

Mit einem Sieg ist nochmal alles drin

Mit einem Sieg ist nochmal alles drin

Marpingen. Bislang haben sie alles dominiert: Mit einem Punktestand von 22:0 sind die Handballfreude Merzig-Brotdorf derzeit das Maß aller Dinge in der Handball-Saarlandliga. Auch für Alexander Gabler, den Trainer der HSG Nordsaar. "Wir wollen aber, dass es in der Saarlandliga weiter spannend bleibt und Merzig in keinem Fall schon den Aufstieg schenken

Marpingen. Bislang haben sie alles dominiert: Mit einem Punktestand von 22:0 sind die Handballfreude Merzig-Brotdorf derzeit das Maß aller Dinge in der Handball-Saarlandliga. Auch für Alexander Gabler, den Trainer der HSG Nordsaar. "Wir wollen aber, dass es in der Saarlandliga weiter spannend bleibt und Merzig in keinem Fall schon den Aufstieg schenken. Deshalb wollen wir das Spiel gewinnen", sagt Gabler vor dem Spitzenspiel an diesem Samstag um 20 Uhr in der Marpinger Sporthalle. Er ahnt: "Gewinnt Merzig bei uns, ist ihnen der sofortige Wiederaufstieg in die Oberliga wohl kaum noch zu nehmen."Dies will die HSG, als Tabellenzweiter der einzige verbliebene ernsthafte Verfolger, unter allen Umständen verhindern. "Mit einem Sieg ist für uns in Richtung Platz eins noch alles drin", sagt Gabler. Sein Team weist momentan vier Minuspunkte auf. "Merzig hat einfach konstanter gespielt als wir und keine unnötigen Punkte abgegeben", so Gabler. So wie seine Mannschaft bei den Unentschieden gegen Ottweiler und Homburg. Und wie will die HSG den Handballfreunden die erste Saisonniederlage beibringen? "Alle Spieler werden zeigen wollen, was sie draufhaben", ist Gabler überzeugt. Nachholbedarf haben die Akteure auf der rechten Angriffsseite, wo Lars Kraus und der ehemalige Merziger Torsten Zimmer, zuletzt unter Normalform spielten. "Wenn zwei, drei Spieler nicht ihren Leistungszenit erreichen, kann es nicht passen", sagt Gabler.

Bester Angriff der Liga

Spielentscheidend wird für die HSG gegen den besten Sturm der Liga vor allem die Arbeit im Deckungsverband sein. "In unsere Abwehr muss die nötige Aggressivität rein, die in einem Spitzenspiel gefragt ist", fordert Gabler. Denn im Rückraum sind die Merziger auf allen Positionen doppelt besetzt und haben so mehrere Variationsmöglichkeiten.

Allerdings: Mit Peter Laux fällt der Kapitän der HF wegen eines Bandscheibenvorfalls aus. Dennoch gibt sich HF-Trainer Thomas Schmitt gelassen: "Wir haben vier Punkte Vorsprung. Nordsaar muss gegen uns gewinnen, um die Aufstiegschance zu wahren."

Nordsaar-Trainer Gabler sieht noch ein anderes Problem: "Mit Sven Klein steht der stärkste Torwart der Saarlandliga im Merziger Kasten, der sofort den Gegenstoß einleitet", erklärt Gabler. Vorne beim eigenen Angriffsspiel müsse der Ball laufen und das Spiel ohne Ball forciert werden, um die HF-Abwehr auseinander zuspielen. "So wie wir gegen den TBS Saarbrücken gespielt haben, geht es nicht", sagt Gabler. Zu oft und viel zu früh hatten sich bei der heftigen 24:32-Heimniederlage die HSG-Distanzschützen Jan Böing und Lars Kraus von ihren Gegenspielern festmachen lassen. "Unsere Angriffsaktionen müssen wir gut vorbereiten, dann bekommen wir auch die besseren Optionen beim Torabschluss", fordert Gabler. Zum Vergleich: Merzig gewann beim Tabellendritten TBS Saarbrücken mit 26:23.

Doch am Samstag, so will es die HSG, soll der Siegeszug der Wölfe gestoppt werden. Mit großer Sicherheit werde die Partie ein ganz heißer Tanz, sagt Gabler und freut sich über eine große und stimmungsvolle Kulisse in der Sporthalle. Foto: Horst Klos

"Merzig hat einfach konstanter gespielt als wir und keine unnötigen Punkte abgegeben."

Nordsaar-Trainer Alexander Gabler

Am Rande

Der Kartenvorverkauf für die Partie der HSG Nordsaar gegen die A-Jugend-Nationalmannschaft am 26. Dezember (19.30 Uhr, Marpinger Sporthalle) hat begonnen. In Marpingen gibt es Karten in Budes Schreibwarengeschäft und bei Elek-tro Paulus und in Oberthal im Lädchen. Eintrittskarten können auch am Samstagabend in der Marpinger Sporthalle erworben werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene sechs Euro, Kinder und Jugendliche zahlen drei Euro. frf