1. Saarland

Mit der Kamera Türen gesucht und gefunden

Mit der Kamera Türen gesucht und gefunden

412 Türen gibt es allein im Weißen Haus in Washtington. So viele kann wohl kein Gebäude in St. Wendel vorweisen. Aber weniger auf Masse denn auf Klasse achteten auch die Autoren des Fotoclubs "Tele" Freisen. Denn sie machten sich in den vergangenen Monaten mit ihren Kameras in St. Wendel auf die Suche nach Türen aller Art, nach den richtigen Blickwinkeln und Lichtverhältnissen

412 Türen gibt es allein im Weißen Haus in Washtington. So viele kann wohl kein Gebäude in St. Wendel vorweisen. Aber weniger auf Masse denn auf Klasse achteten auch die Autoren des Fotoclubs "Tele" Freisen. Denn sie machten sich in den vergangenen Monaten mit ihren Kameras in St. Wendel auf die Suche nach Türen aller Art, nach den richtigen Blickwinkeln und Lichtverhältnissen. Grund dafür ist eine Ausstellung bei befreundeten Fotografen in Irland, die derzeit im Landratsamt von Fingal County in Swords nahe Dublin zu sehen ist. Zur Ausstellungeröffnung waren einige Freisener angereist. Seit 1985 haben die Freisener Verbindungen nach Irland. Damals lernte der Tele-Vorsitzende und Irland-Fan Franz Rudolf Klos den Fotografen Michael Johnson kennen - "und beide sorgen mit Herzblut dafür, dass diese Partnerschaft am Leben bleibt", erzählt Manfred Schröder, der beim Fotoclub für die Pressearbeit zuständig ist. Neuestes Projekt ist die Ausstellung "Doors of St. Wendel". "Die Iren haben wohl die schönsten Türen der Welt, das war inspirierend", sagt dazu Schröder. 13 Autoren haben insgesamt 75 Bilder ausgewählt. "Man glaubt nicht, welch' schöne Türen es in St. Wendel gibt", schwärmt Klos und fügt hinzu: "Das ist kaum jemand bewusst, oft läuft man einfach vorbei." Auch Schröder sieht in den Türen ein "dankbares Motiv". Denn: "Die Türen sind ja nicht nur ein Stück Holz, mit dem man ein Haus auf und zu macht, es ist vielmehr ein Aushängeschild." Die Fotografen haben dabei nach besonders charakteristischen Türen gesucht, die möglichst ohne Störfaktoren - Briefkästen oder Laternen - abgelichtet werden konnten. "Einige Türen wurden doppelt und dreifach fotografiert", sagt Schröder. "Und jedes Mal sahen sie anders aus." Als Beispiel nennt er die Tür der Alten Apotheke gegenüber der Platane: "Das ist eine typische St. Wendeler Tür." Der Jury der irischen Ausstellung gefiel übrigens Wilfied Houys Foto von der Eingangspforte zur Wendelskapelle am besten. Warum? Dafür hat Schröder eine Erklärung: "Es war die einzige Tür, die von innen heraus fotografiert wurde."Die Türen-Ausstellung geht im nächsten Jahr in die nächste Runde. Dann wollen die Iren "Türen in Dublin" in St. Wendel präsentieren.