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Mit den Toten Hosen fängt es an

Mit den Toten Hosen fängt es an

Bosen. Die Tote Hosen sind derzeit so lebendig wie nie in ihrer 30-jährigen Bandgeschichte zumindest mit Blick auf die Verkaufszahlen. Bundesweit herrscht ein Riesenansturm auf die Platten der Düsseldorfer, aber auch auf die Karten für ihre "Der Krach der Republik"-Tour. So auch für den Auftritt am 22

Bosen. Die Tote Hosen sind derzeit so lebendig wie nie in ihrer 30-jährigen Bandgeschichte zumindest mit Blick auf die Verkaufszahlen. Bundesweit herrscht ein Riesenansturm auf die Platten der Düsseldorfer, aber auch auf die Karten für ihre "Der Krach der Republik"-Tour. So auch für den Auftritt am 22. Juni auf der Festwiese am Bostalsee, wo die 25 000 Karten innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft waren. An diesem Tag feiert Hosen-Frontmann Campino (bürgerlich: Andreas Frege) in Bosen seinen 51. Geburtstag. Mit einem Zusatzkonzert legen die Toten Hosen am 23. Juni nach und werden den Bostalsee mit Songs aus ihrem aktuellem Studioalbum "Ballast der Republik" und alten Klassikern ein zweites Mal beschallen. "Angedacht war ein Zusatzkonzert schon, aber wenn wir ein halbes Jahr gebraucht hätten, um die Karten für das erste Konzert zu verkaufen, hätte es ein zweites nicht gegeben", erklärt Konzertveranstalter Ingo Popp aus Trier. Mit rund 20 000 Fans rechnet er beim zweiten Gig, 4000 Karten sind laut Veranstalter bereits weg. In dieser Größenordnung ging bislang noch nie am Bostalsee eine Open-Air-Musikveranstaltung über die Bühne. "Es ist ein schönes Gelände, wir sind froh, dass wir am Bostalsee arbeiten dürfen", meint der 50-jährige Konzertveranstalter Popp.Die Kapazität des Festivalgeländes sei wegen der zur Verfügung stehenden Parkflächen auf 25 000 Besucher begrenzt worden. 10 000 Parkplätze werden rund um den See ausgewiesen, deren Fußweg nicht länger als eine halbe Stunde bis zur Festwiese beträgt. "Ein Konzept dazu wird im Januar erstellt", teilt Michael Wagner von der Seeverwaltung mit.

Das Doppelkonzert der Toten Hosen ist zugleich der Startschuss für eine fünfjährige Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis St. Wendel und der Agentur Popp Concerts. "Weitere hochklassige Open-Air-Veranstaltungen werden folgen", versichert Landrat Udo Recktenwald (CDU). Auf Namen will sich Konzertveranstalter Popp noch nicht festlegen. Nur so viel. "Die Qualität soll schon ein Maßstab sein. Inhaltlich sind keine Bedingungen an ein Musikgenre geplant. In der Branche kann manchmal aber alles sehr schnell gehen", erklärt Popp.

Mit den Konzerten soll auch national für den Bostalsee und den Tourismus in der Region die Werbetrommel gerührt werden. "Von dem Wochenende mit den Toten Hosen wird die Region profitieren", ist der Landrat überzeugt. Dieses Vorhaben hat Popp mit seinen Konzertveranstaltungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Losheim am See umgesetzt. "Die Veranstaltungen haben dem Ort Losheim an sich einen großen Imagegewinn eingebracht. In der Rock'n'Roll-Branche ist Losheim national zu einem Begriff geworden", stellt Popp fest. Man müsse sich das Publikum erziehen, um den Ort bekannt zu machen. Im St. Wendeler Land sieht der Konzertprofi hierfür ein großes Potenzial. "Open Airs haben hier eine lange Tradition", so Popp. Er ruft als Beleg einige frühere Festivals in Erinnerungen, die unter der Regie von FO-Concerts im Bosenbachstadion von St. Wendel realisiert wurden. Im Jahre 1988 hat Popp schon selbst als Veranstalter in der Kreisstadt mitgemischt. Im Saalbau sorgten damals die Toten Hosen für "ein kleines bisschen Horrorshow".

Der Vorverkauf für das Konzert am 23. Juni startet am Montag, 17. Dezember.

kartenvorverkauf-trier.de

Foto: Frank Faber

"Inhaltlich sind keine Bedingungen an ein Musikgenre geplant."

Ingo Popp