Mit bunten Farben gegen die Kälte

Mit bunten Farben gegen die Kälte

Homburg. Dicker Schal, warme Handschuhe, eine Mütze: So ausgestattet, konnte man sich am vergangenen Wochenende trotz Winterkälte gut die Zeit auf dem 15. Homburger Keramikmarkt vertreiben. Und die farbenfrohe Pracht der ausgestellten Waren und des Blumenmarkts in der Eisenbahnstraße setzten Zeichen gegen das allgegenwärtige Einheitsgrau am Himmel

Homburg. Dicker Schal, warme Handschuhe, eine Mütze: So ausgestattet, konnte man sich am vergangenen Wochenende trotz Winterkälte gut die Zeit auf dem 15. Homburger Keramikmarkt vertreiben. Und die farbenfrohe Pracht der ausgestellten Waren und des Blumenmarkts in der Eisenbahnstraße setzten Zeichen gegen das allgegenwärtige Einheitsgrau am Himmel.Unter der 112 Ausstellern, die die Saarpfalz-Touristik und das Homburger Stadtmarketing auf dem Christian-Weber-Platz, dem historischen Marktplatz und entlang von Tal- und Eisenbahnstraße "aufgeboten" hatten, fand sich auch Marlen Schulze aus Höhr-Grenzhausen im Westerwald. "Der Homburger Keramikmarkt ist traditionell der erste Markt im Jahr und damit auch ein Auftakt in die Saison. Und natürlich hofft man ein bisschen, schon den Frühling mit dabei zu haben." Der ließ sich am Wochenende leider nicht blicken, statt Sonnenstrahlen gab's sogar die eine oder andere Schneeflocke. Doch Marlen Schulze ließ sich davon nicht abschrecken, immerhin hatte sie zum insgesamt fünften Mal ihren Stand beim Homburger Keramikmarkt aufgeschlagen. Und ihr erstes Fazit hörte sich durchaus gut an. "Es sind, trotz der Kälte, einige Leute auf den Beinen." Und genau das bedeutete für Marlen Schulze und die anderen Aussteller die Chance auf gute Geschäfte. Marlen Schulze, gelernte und seit 2006 selbstständie Keramikerin, passte mit ihrem farbvollen Sortiment an hochwertiger, selbst hergestellter Gebrauchskeramik und verschiedener Einzelstücke wunderbar in den tönernen Protest der Aussteller gegen das kalte Wetter.

Ein paar Stände weiter trotzten am Samstag auch Kirsten Schwarz von der Saarpfalz-Touristik und Anke Michalsky vom Homburger Stadtmarketing erfolgreich den Temperaturen - mittels eines Heizstrahlers. "Ich bin bislang sehr positiv überrascht" erzählte Anke Michalsky. "Denn trotz der Kälte sind richtig viel Leute in der Stadt." Und Michalsky und Schwarz waren sich sicher: "Wer heute, trotz der Temperaturen, auf den Markt kommt, der ist wirklich interessiert. Das ist für uns dann auch ein Stimmungsbaromterer."

Zum 15. Geburtstag des Homburger Keramikmarktes zogen Schwarz und Michalsky auch ein Resümee. "Die Entwicklung dieses Marktes ist wirklich phänomenal gut. Vor 15 Jahren haben wir mit rund 30 Ausstellern angefangen. Heute ist das Angebot auf die gesamte Innenstadt ausgedehnt." Zudem sorge der vor einigen Jahren hinzugekommene, verkaufsoffene Sonntag zusätzlich für Besucher - ebenso wie der nun zum zweiten Mal stattfindende Blumenmarkt. Michalsky: "Das sind alles Elemente, die mit den Jahren hinzukamen. Und deswegen kann man sagen, dass sich der Keramikmarkt wirklich super entwickelt hat."

Der von Anke Michalsky angesprochene, verkaufsoffene Sonntag war dann gestern das zitierte zusätzliche Plus, mit dem der Homburger Keramikmarkt ein Ausrufezeichen setzte. Und auch in Sachen Anmutung und Temperaturen gab sich der zweite Tag der großen Keramikschau versöhnlicher. Die Sonne zeigte sich am Morgen zumindest mal durch die Wolkendecke hindurch und die Temperaturen hatten sich etwas aus dem Keller gewagt.