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Mit Breitbandnetz soll Internet schneller werden

Mit Breitbandnetz soll Internet schneller werden

Nalbach. Noch etwa ein Jahr, dann werden Internetdaten in Körprich mit bis zu 13 Megabit pro Sekunde verfügbar sein. Etwa im November 2011 soll das verbesserte Breitbandnetz eine neue Ära einleiten. Derzeit dümpeln viele Einwohner in Körprich mit der halben DSL-Leistung von rund 380 Kilobit durchs Netz

Nalbach. Noch etwa ein Jahr, dann werden Internetdaten in Körprich mit bis zu 13 Megabit pro Sekunde verfügbar sein. Etwa im November 2011 soll das verbesserte Breitbandnetz eine neue Ära einleiten. Derzeit dümpeln viele Einwohner in Körprich mit der halben DSL-Leistung von rund 380 Kilobit durchs Netz. Das Schnellste sei da ein Megabit, erklärte Bürgermeister Patrik Lauer in der Litermonthalle. Dort unterzeichnete er die Verträge zusammen mit Volker Heieck, Ansprechpartner bei der Deutschen Telekom für die Kommunen. "Ein erster Schritt", sagte Lauer zu dem Projekt. Die anderen drei Orte der Gemeinde sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Körprich komme jetzt zuerst, weil es die am schlechtesten ans Internet angebundene Ortschaft der Gemeinde sei. "Ein Standortvorteil", betonte Lauer zur besseren Internetsituation. Dies gelte für Unternehmen, aber auch für Familien, die in Körprich leben wollten. Die Deutsche Telekom habe als einziger Anbieter sämtliche Vorgaben der Gemeinde erfüllt und sei am wirtschaftlichsten gewesen. Die Gemeinde Nalbach bezahlt für das Körpricher Breitbandnetz eine "Kostendeckungslücke". Deren Höhe wollte Bürgermeister Lauer nicht nennen. "ADSL 2+", stellte Michael Wagner von der Telekom die verwendete Technik dar. Sie ermögliche in guten Lagen eine Übertragungsrate zwischen sechs und 13 Megabit. Unterschiede ergäben sich durch die Entfernung vom Hauptverteiler und daraus entstehende Dämpfungen in der Leitung. "Wer ganz nah dran ist, hat 13 MB (Megabyte)". Insgesamt bekomme Körprich ein Tempo, wie es im Saarland noch nicht flächendeckend verfügbar sei. Durchgängig werde neue Glasfaser eingezogen, erklärte Wagner weiter. Auf den letzten Metern erfolge dann der Anschluss an vorhandene Kupferleitungen. Das neue Netz in Körprich werde nicht in einzelnen Abschnitten freigegeben, sondern erst nach kompletter Fertigstellung. Denn immer wieder müssten neu angelegte Netzabschnitte durchgemessen werden, um Störeffekte zu vermeiden.