Miniphänomenta: Entdecken und forschen in der Grundschule

Miniphänomenta: Entdecken und forschen in der Grundschule

Dudweiler. Ganz gespannt beobachtet der kleine David, wie das Pendel, das er mit seiner Hand angestoßen hat, Figuren in den Sand malt. Ein paar Schritte weiter steht Sarah. Sie hat drei kleine Kugeln in der Hand. Sie legt sie auf drei unterschiedliche gebogene Metallbänder. Welche Kugel wird wohl als erste unten ankommen? Und dann ist da noch die Kugelrampe

Dudweiler. Ganz gespannt beobachtet der kleine David, wie das Pendel, das er mit seiner Hand angestoßen hat, Figuren in den Sand malt. Ein paar Schritte weiter steht Sarah. Sie hat drei kleine Kugeln in der Hand. Sie legt sie auf drei unterschiedliche gebogene Metallbänder. Welche Kugel wird wohl als erste unten ankommen? Und dann ist da noch die Kugelrampe. Hier sieht es doch tatsächlich so aus, als würde die Kugel zwischen den beiden Stangen bergauf laufen. Klara ist fasziniert. Spannend ist auch das Experiment mit dem Glas und der Kerze. Die Frage, die sich stellt: "Wieso erlischt die Kerze, wenn man das Glas über sie stülpt?Normalerweise herrscht an einem Samstagmorgen himmlische Ruhe in der Grundschule Herrensohr. Am Wochenende war das anders. Die Schule präsentierte im Rahmen eines Tages der offenen Tür die Aktion Miniphänomenta. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), mit dem Kinder an verschiedenen Experimentierstationen zum Forschen und Entdecken angeregt werden. 25 Stationen hatten die Mitglieder des Verbandes in der Schule aufgebaut. Eine Woche konnten die Mädchen und Buben an den verschiedenen Stationen auf Entdeckungsreise gehen.

"Es geht darum, dass die Kinder selbst Erklärungen finden, wie die einzelnen Experimente funktionieren", erklärte Lehrerin Elisabeth Kutscher den Sinn hinter der Aktion. Sie und ihre Kollegin Birgit Hebold hatten eine Fortbildungsveranstaltung des Verbandes besucht. Nach Angaben von Elisabeth Wickert, Leiterin der Herrensohrer Grundschule, erwartet man von dem Projekt, dass sich das gemeinsame Erleben der Experimente positiv auf das Lernklima und das Gemeinschaftsgefühl auswirkt. Am Samstag steckten Eltern und Kinder die Köpfe zusammen und rätselten gemeinsam, wie die Stationen funktionieren. Nun geht es darum, dass die Eltern die einzelnen Experimentierstationen nachbauen. So können sie an der Schule bleiben und bei den Mädchen und jungen das Interesse an Naturwissenschaft und Technik wecken. Nach Angaben von Elisabeth Kutscher haben sich bisher schon in jeder Klasse Eltern bereit erklärt, beim Nachbau der Stationen mitzuhelfen. ll

"Die Kinder sollen selbst Erklärungen finden, wie die einzelnen Experimente funktionieren."

Elisabeth Kutscher

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