1. Saarland

Mini-Spielfeld mit einer Riesenwirkung

Mini-Spielfeld mit einer Riesenwirkung

Hasborn-Dautweiler. 1000 Mini-Spielfelder legt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für einen zweistelligen Millionenbetrag bundesweit an

Hasborn-Dautweiler. 1000 Mini-Spielfelder legt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für einen zweistelligen Millionenbetrag bundesweit an. Eins davon wurde jetzt an der Grundschule Hasborn-Dautweiler eingeweiht: "Hier gibt es die besten Rahmenbedingungen", freute sich Bürgermeister Hermann Josef Schmidt, der dabei auf die gerade renovierte Grundschule, und auch die erfolgreiche Jugendarbeit des SV "Rot-Weiß Hasborn-Dautweiler verwies. Stolz sei man in Hasborn auch darauf, dass es weder im Vorfeld noch nach der Fertigstellung Probleme mit den Anliegern gegeben haben. "Auch die Nachbarn wissen, dass Kinderlärm Zukunftsmusik ist", zollte der Bürgermeister den Anwohnern seinen Respekt.Insgesamt habe das neue Mini-Spielfeld rund 25000 Euro gekostet, wobei die Gemeinde rund 30000 Euro für das Umfeld und den Untergrund investiert habe. Den Rest habe der DFB beigesteuert. Dafür dankte Schulleiter Bernd Henkes allen Beteiligten, dessen Schule passend zum freudigen Anlass ein Fußballfest mit einem Turnier und Sketch- und Gesangsbeiträgen auf die Beine gestellt hatte: "Die Schule wird von Kindern aus sieben Ortsteilen besucht, darum ist der Standort ideal", so das Urteil des Pädagogen Zufrieden zeigte sich auch Ortsvorsteher Walter Krächan: "Der Platz ist eine ideale Ergänzung für das Umfeld von Schule, Sporthalle und Kulturhalle."Das neue Spielfeld sei auch ganz im Sinne des SV Rot-Weiß Hasborn, dessen beide Plätze am Waldstadion dank der größten Jugendabteilung im Kreis St. Wendel ständig belegt seien, meinte der Vereinsvorsitzende Joachim Warken. Dem stimmte der neue Präsident des saarländischen Fußballverbandes (SFV), Franz Josef Schumann zu: "Es gab keine Diskussion im Vorstand des SFV, dass Hasborn der richtige Standort für eine Mini-Spielfeld ist." Wie Verbandsjugendleiter Hans-Peter Becker erklärte erklärte, gab es im Saarland insgesamt 59 Bewerbungen für die 16 Felder. Schulelternsprecher Joachim Fuchs dankte dem DFB und der Gemeinde für die Anlage des Feldes: "Es ist gut angelegtes Geld." Dabei nehme er als betroffener Anlieger auch gerne das nicht immer lautlose Treiben auf dem Spielfeld in Kauf: "Wenn man es als Lärm sehen will, ist schöner Lärm", stimmte Joachim Fuchs dem Bürgermeister zu. Pastor Michael Jakob, der wie die anderen Festredner auch in einem Prominentenspiel antrat, segnete den neuen Platz ein. Von dessen Qualität überzeugte sich auch Jugendnationalspieler Patrick Hermann von Borussia Mönchengladbach, der als prominenter Gast nach Hasborn gekommen war. Den Begriff "Mini-Spielfeld" definieren die UEFA und der Deutsche Fußball-Bund als ein modernes Fußball-Kleinspielfeld, das mit Gummigranulat gefülltem Kunststoffrasen, inklusive einer elastischen Tragschicht, sowie Banden mit integrierten Toren ausgestattet ist. Die Platzmaße betragen dabei zirka 13 Meter mal 20 Meter, wobei Umgangs- und Erschließungsflächen hinzukommen.15 Bewerber kamen zum ZielFür die Vergabe der Kunstrasenplätze hatten sich im Saarland 59 Antragsteller beworben, 16 Bewerber kamen saarlandweit zum Zug - zwei davon im Kreis St. Wendel. Um einen Platz zu bekommen, hatte sich die Gemeinde Tholey beim DFB beworben. Da alle erforderlichen Kriterien erfüllt wurden und die Gemeinde sich auch bereit erklärte, die Kosten für das Fundament und die Drainage des neuen Platzes zu nehmen, gab es schließlich den Zuschlag vom DFB. red