1. Saarland

Mike Baltes hat die Liebe zu Traktoren zum Beruf gemacht

Mike Baltes hat die Liebe zu Traktoren zum Beruf gemacht

Eckelhausen. Weil seine Eltern und Großeltern damals eine Landwirtschaft betrieben, besaßen sie natürlich auch einen Traktor. An dem "Deutz" hat Mike Baltes schon als Junge gerne herumgeschraubt und ist ab und zu heimlich damit über das elterliche Gelände getuckert. Die Liebe zu diesen Fahrzeugen, ja, zu Maschinen aller Art, war ihm sozusagen in die Wiege gelegt worden

Eckelhausen. Weil seine Eltern und Großeltern damals eine Landwirtschaft betrieben, besaßen sie natürlich auch einen Traktor. An dem "Deutz" hat Mike Baltes schon als Junge gerne herumgeschraubt und ist ab und zu heimlich damit über das elterliche Gelände getuckert. Die Liebe zu diesen Fahrzeugen, ja, zu Maschinen aller Art, war ihm sozusagen in die Wiege gelegt worden. Deshalb sagte Mike natürlich nicht nein, als ihm nach dem Hauptschulabschluss eine Lehrstelle als Landmaschinenmechanikermeister in Birkenfeld angeboten wurde. Die dreieinhalbjährige Lehrzeit schloss er mit der Gesellenprüfung erfolgreich ab. Über zwei Jahre arbeitete er anschließend in Maybach und verbrachte seine weitere Gesellenzeit danach bei der Firma Schohl in Marpingen. "Sie hat viel dazu beigetragen, dass ich pünktlich und regelmäßig an den Abendkursen an der Meisterschule in Bad Kreuznach teilnehmen konnte", erinnert sich der 27-Jährige gerne an diese Zeit. Die theoretische Meisterprüfung legte er im Oktober 2007 ab, die praktische Prüfung im Juni dieses Jahres. Ein Wunschtraum hatte sich erfüllt. Inzwischen arbeitet der junge Meister bei der Bauunternehmung Breit in Hermeskeil. Ein Landmaschinenmechaniker hat aber nicht nur, wie man vermuten könnte, mit Landmaschinen zu tun, sondern mit Fahrzeugen aller Art. Im Gegensatz zum Kraftfahrzeugmechaniker kann der Landmaschinenmechaniker Fach- und Führungsaufgaben in Handwerksbetrieben unterschiedlicher Art übernehmen. Er kann mit Fahrzeugen jeglicher Gattungen umgehen und weiß, was zu tun ist, wenn eine von ihnen mal defekt geworden ist. Ob Bagger oder Walze, ob Lkw, Kleingerät oder Rasenmäher, Mike Baltes kennt sich damit aus und ist in seiner Firma inzwischen zum unentbehrlichen Mitarbeiter geworden. "Auf den Baustellen werden die Maschinen sehr stark beansprucht", erzählte der Meister. "Ist irgendetwas kaputtgegangen, gehe ich sofort an die Reparatur: Motore, Getriebe, Achsen und Hydraulikpumpen, ganz egal was es ist." Das tut er nicht nur am Standort seiner Firma. Er fährt auch oft direkt zum Reparieren auf die Baustellen, die sich im Umkreis von 100 Kilometern befinden. Dann führt er den Werkstattwagen mit, um Werkzeuge und Ersatzteile zur Hand zu haben. "Mein Beruf macht mir große Freude", gesteht der Eckelhauser Meister. "Ich habe es bisher nicht bereut, diesen Weg gegangen zu sein."Fahrtüchtig gemachtDie Liebe zu den Traktoren hat Mike Baltes aber immer noch nicht losgelassen. Daheim hat er zehn Kramer-Traktoren stehen, an denen er herumbastelt, sie fahrtüchtig macht und hält, lackiert und poliert. Der älteste Traktor stammt aus dem Jahr 1938. Seit 1973 werden Kramer-Traktoren nicht mehr gebaut, was sie nach und nach immer wertvoller macht. gtr