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Mietvertrag gekündigt: Wo geht's mit der Musikschule weiter?

Mietvertrag gekündigt: Wo geht's mit der Musikschule weiter?

St. Wendel. Bereits seit Frühjahr 1996 ist die Kreismusikschule in Räumen auf dem Gelände der Stiftung Hospital St. Wendel untergebracht. Dies könnte sich künftig ändern. "Denn die Stiftung Hospital hat uns mit dem Ansinnen überrascht, den Mietvertrag aus Eigenbedarf zu kündigen", erklärt Landrat Udo Recktenwald (CDU)

St. Wendel. Bereits seit Frühjahr 1996 ist die Kreismusikschule in Räumen auf dem Gelände der Stiftung Hospital St. Wendel untergebracht. Dies könnte sich künftig ändern. "Denn die Stiftung Hospital hat uns mit dem Ansinnen überrascht, den Mietvertrag aus Eigenbedarf zu kündigen", erklärt Landrat Udo Recktenwald (CDU).Zunächst schien es sogar, als müsste der Umzug der Kreismusikschule recht schnell vonstatten gehen, doch die Stiftung Hospital hat dem Landkreis schließlich mehr Zeit eingeräumt: Kündigung des Vertrages Ende 2013. "Wir haben gebeten, diesen Zeitraum um ein Jahr zu verlängern", sagt Recktenwald. Zurzeit gehe er davon aus, dass die Kreismusikschule bis Ende 2014 in den Räumen bleiben kann. Ab 2015 müsste dann eine neue Bleibe her.

Insgesamt 900 Schüler werden in der Kreismusikschule mit ihren acht Standorten unterrichtet. Knapp die Hälfte davon lernt in in St. Wendel ein Instrument zu spielen.

"Der Kern der Kreismusikschule gehört in die Kernstadt", sagt der Landrat. Alleine schon, weil rund 200 Schüler direkt aus St. Wendel kommen.

"Momentan hat die Kreismusikschule einen Platzbedarf von 600 Quadratmetern", erklärt Thomas Schmidt, Geschäftsführer der Kreismusikschule.

Ein passendes Gebäude mit entsprechendem Platzangebot in der Stadt zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Außerdem bleibt die Frage: Mieten, Kaufen oder Neubauen?

"Die Mietvariante scheint mir die teuerste", wägt Udo Recktenwald die Möglichkeiten ab. "Der Kauf eines älteren Gebäudes würde Sanierungskosten nach sich ziehen."

Deshalb favorisiert der Landrat die Lösung, die Kreismusikschule in einem Schulgebäude, das im Besitz des Landkreises ist, zu integrieren. "Wir könnten uns einen Anbau am Cusanus-Gymnasium vorstellen." Das Schulgebäude liege zentral, aber nicht zu nah an Wohnhäusern. Außerdem sei es möglich, Synergieeffekte zu schaffen. Der Raumbedarf könnte durch gemeinsame Nutzung reduziert werden. "Eine dauerhaft wirtschaftliche Lösung ist unser Ziel", betont Thomas Schmidt. evy