Mieter sparen künftig Heizkosten

Mieter sparen künftig Heizkosten

Dorf im Warndt. Die Wohnungen in der ehemaligen Werkssiedlung Dorf im Warndt werden energetisch aufgewertet. Die Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter (StWB) erfüllt die Nachrüstverpflichtung der aktuellen Energiesparverordnung und lässt die Decken der obersten Geschosse dämmen

Dorf im Warndt. Die Wohnungen in der ehemaligen Werkssiedlung Dorf im Warndt werden energetisch aufgewertet. Die Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter (StWB) erfüllt die Nachrüstverpflichtung der aktuellen Energiesparverordnung und lässt die Decken der obersten Geschosse dämmen. Die Sanierung geht allerdings noch weiter: Die Dämmung der unterm Dach verlaufenden Heizungsrohre wird ebenso erneuert wie die dazu gehörenden Ventile. In Zukunft dürfen die Mieter also mit deutlich geringeren Heizkosten rechnen.

"Die Arbeiten haben am 29. März begonnen und werden voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern", erklärt StWB-Bauleiter Günther Rimpel am Mittwochvormittag in der Straße An der Friedenseiche. Auf dem Dachboden von Anwesen Nummer 1 ist die Dämmung der Heizungsrohre bereits erneuert. Eine Rohrschalenisolierung mit so genannter gitternetzverstärkter Alu-Sandwich-Folie hat die alte, mit Teerpappe ummantelte Glaswolle ersetzt. Im nächsten Schritt wird sich ein Heizungsbauer um den Einbau der neuen Ventile kümmern. Und zum Schluss verlegt dann ein drittes Unternehmen dämmende Polystyrol-Platten.

Da die Dachräume nicht begehbar sind und deshalb nicht als Abstellplatz genutzt werden, musste bei der Auswahl des Materials kein besonderer Wert auf Druckfestigkeit gelegt werden. Die vergleichsweise kostengünstigen Platten sind jeweils zehn Zentimeter dick, haben einen guten Wärmedämmwert und werden in zwei Lagen fugenüberdeckend verlegt. Mehr als 230 000 Euro investiert die Stiftung in die aktuellen Modernisierungsmaßnahmen.

Hinweisschreiben an den Hauseingängen informieren die Bewohner über die Handwerkerarbeiten im Dachbodenbereich. Größere Störungen sind nicht zu erwarten. "Lediglich der Heizungsbauer muss nach der Erneuerung der Ventile für den hydraulischen Abgleich einmal kurz in die Wohnung", erläutert Techniker Rimpel.

Die Erneuerung der Heizrohrisolierung und der Austausch der Ventile erfolgt in der gesamten Werkssiedlung. Die Dachbodendämmung hingegen wird nur in der Straße An der Friedenseiche und in einem Gebäude der St.-Barbara-Straße verlegt. Die anderen Häuser, so Rimpel, seien bereits mit Mineralwolle gedämmt und müssten nicht nachgerüstet werden.

Hintergrund

Die Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter plant in der Werkssiedlung weitere Energiesparmaßnahmen: Seit einigen Wochen läuft in zwei Mehrfamilienhäusern und einem Reihenhausriegel ein Testbetrieb mit Wärmetauschern. Mit der Hilfe eines Außenfühlers wird ermittelt, wie viel von der ungeregelt eintreffenden Fernwärme zum Heizen benötigt wird. Die nicht für den Heizbetrieb benötigte Energie wird der Warmwasserbereitung zugeführt. Seit Inbetriebnahme der Wärmetauscher kann die Heizungsanlage witterungsabhängig gesteuert werden. Sollte der Testbetrieb die erwartete Energieeinsparung bestätigen, werden auch die übrigen Häuser der Siedlung in Dorf im Warndt nach und nach entsprechend modernisiert. tan

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