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Zu hohe Steuern für Wasser-Hausanschlüsse werden zurückerstattet

Wadern. Das Bundesfinanzgericht hat entschieden, dass die Kosten für Wasser-Hausanschlüsse nur dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent unterliegen

Wadern. Das Bundesfinanzgericht hat entschieden, dass die Kosten für Wasser-Hausanschlüsse nur dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent unterliegen. Seit dem Jahr 2000 wurde von allen kommunalen Wasserversorgungsunternehmen aufgrund der verbindlichen Auflage der Finanzbehörden der normale Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent (früher 16 Prozent) erhoben und an die Finanzbehörden weitergeleitet.Die Stadtwerke Wadern GmbH wird aus dem jüngsten Urteil des Bundesfinanzgerichtes Konsequenzen ziehen und in den nächsten Wochen alle Kunden, die seit dem Jahr 2000 den erhöhten Mehrwertsteuersatz für Wasser-Hausanschlüsse entrichtet haben, anschreiben und die entsprechende Rückerstattung in die Wege leiten. Dies teilte gestern Geschäftsführer Christian Brachmann mit.Wie halten es die anderen Kommunem im Kreis? Die SZ hat nachgefragt: Für die Stadtwerke Wadern bedeutet nach seinen Worten die Rückerstattung einen hohen Verwaltungsaufwand. Aus diesem Grund sie um Verständnis, falls es bei der Bearbeitung zu Verzögerungen komme.Die Gemeinden Beckingen, Merzig, Losheim und Weiskirchen handhaben es wie die Kollegen in Wadern. Auf Anfrage teilten gestern die Stadtwerke Merzig mit: "Wir werden die Differenz zwischen den beiden Umsatzsteuersätzen im Sinne der Kunden rückvergüten. Einige Kunden haben sich bereits schriftlich bei uns gemeldet, um ihr Geld zurück zu erhalten. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Wir werden schnellstmöglich mit den betroffenen Kunden Kontakt aufnehmen, alle Vorgänge von 2000 bis heute überprüfen und entsprechende Beträge so schnell wie möglich erstatten", so Geschäftsführer Daniel Barth. Dies könne jedoch etwas Zeit in Anspruch nehmen.In der Gemeinde Mettlach sind die Bürger dazu aufgerufen, selbst eine Anfrage zur Rückerstattung der Differenz an die Verwaltung des Wasserwerkes zu stellen, sagt Patrick Primm. ot