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Arbeitsmarkt
Weiterbildung ist der Schlüssel zum Job

Merzig-Wadern. 2519 Menschen ohne Job hat die Bundesagentur für Arbeit im Februar gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Merzig-Wadern deutlich gesunken: um minus 14 Prozent.

( Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis lag im Februar mit 2519 auf Januarniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken (minus 14 Prozent).


Neben der registrierten Arbeitslosigkeit galten 1110 Personen nicht als arbeitslos, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus waren (siehe Info zur Unterbeschäftigung). Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 4,6 Prozent, das waren 0,8 Prozentpunkte weniger als vor einen Jahr. „Die Menschen profitieren derzeit von einer regen Nachfrage auf Seiten der Unternehmen. Aus der Arbeitslosigkeit heraus eröffnen sich gute Beschäftigungschancen, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte“, betont Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. Eine marktgerechte Qualifikation ist laut Haßdenteufel der Schlüssel für eine nachhaltige Integration in Beschäftigung. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darin, Ungelernte zu qualifizieren, immer mit Blick auf die Bedürfnisse des Marktes. Wer Fachwissen besitzt, hat deutlich höhere Chancen auf Integration und langfristig wesentlich bessere Perspektiven als jemand, der nur auf Helferniveau arbeiten kann. Wir investieren daher sehr zielgerichtet in Weiterbildungsmaßnahmen. Im Jahr 2018 stehen dafür seitens der Arbeitsagentur als regionaler Anteil für den Kreis Merzig-Wadern 2,7 Millionen Euro zur Verfügung“ sagt Haßdenteufel. „Durch flankierende Förderangebote und die Unterstützung betrieblicher Einarbeitung gelingt vielfach sehr schnell der Einstieg in Beschäftigung.“

Bei der Agentur für Arbeit lag die Zahl der Arbeitslosen im Februar unverändert bei rund bei 1110, das waren 6,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im aktuellen Monat waren 654 Männer und 453 Frauen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist nur bei den Männern ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen (minus 100).

Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 34 auf 122 gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 480. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15 erhöht. Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises Merzig-Wadern lag im Februar mit rund 1410 auf Vormonatsniveau. Gegenüber Februar 2017 ist sie um ein Fünftel gesunken. Im aktuellen Monat waren 610 Frauen und rund 800 Männer arbeitslos gemeldet. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ist die Arbeitslosigkeit gegenüber Februar 2017 deutlich gesunken.

Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im Februar bei 106. Sie ist sie gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesunken. 425 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Dies entspricht einem Anteil von 30 Prozent an allen Arbeitslosen. Ihre Zahl konnte gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent reduziert werden. Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. 624 Langzeitarbeitslose bedeuteten einen Rückgang im Vergleich zu Februar 2017 um 20 Prozent.



Die Unterbeschäftigung lag im Kreis im Februar mit 3630 Personen um 540 unter dem Vorjahresniveau. Davon waren 2519 Menschen arbeitslos und 1110 galten nicht als arbeitslos, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus waren, darunter 430 Personen in einer Fördermaßnahme für Flüchtlinge. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 69 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde damit durch Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik um 31 Prozent entlastet.

Ein Arbeitsloser zieht eine Wartemarke aus einem Automaten.
Ein Arbeitsloser zieht eine Wartemarke aus einem Automaten. FOTO: Rainer Raffalski / dpa/dpaweb