1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Weiskirchen

Dauerausstellellung: Wenn Steine und Urkunden zu Zeitzeugen werden

Dauerausstellellung : Wenn Steine und Urkunden zu Zeitzeugen werden

Der älteste und kulturhistorisch wertvollste Stein der Ausstellung ist der Wappenstein des Mattheiser Abtes Modestus Mannheim, Abt des Klosters Mattheis von 1727 bis 1758. Der Stein ist um 1750 entstanden, war ursprünglich bemalt und zeigte eine rote Rose auf blauem Schild vor sich kreuzendem Beil und Bischofsstab. Als dekoratives Beiwerk wurden dem steinernen Wappen zudem links und rechts zwei barocke Valuten hinzugefügt. Dieses Steinensemble war über dem Hauptportal des Hofhauses angebracht und steht als originales steinernes Relikt für fast 800 Jahre Mattheiser Grundherrschaft in Weiskirchen. Der zweite Stein stammt aus dem Jahre 1838 und trägt die Initialen JH (Johann Hoffmann) und AM (Anna Mai), dessen zweite Frau. Hoffmann war erster privater Eigentümer des Hofhauses. Stein drei stammt aus dem Jahre 1898 mit dem Kürzel Pl. Johann Wilhelm Ploenes veranlasste einen ersten Umbau des Hofhauses um 1897.

Die Ausstellung präsentiert außerdem einen weiteren Stein, nämlich einen Grenzstein um die Zeit von 1800, als unsere Region Teil des napoleonischen Kaiserreichs war. Auf zwei der sechs Dokumententafeln werden die ersten urkundlichen Erwähnungen von Weiskirchen dargestellt. Sie sind datiert auf die Jahre 1030 und 1037 und in lateinischer Schrift verfasst. Die Originale befinden sich im Stadtarchiv Trier. Inhaltlich geht es in diesen Urkunden um die Schenkung des Dorfes Weiskirchen mit zugehörigem Zehnt durch Herzog Adalbert und Marktgräfin Jutta von Lothringen an das Mattheiser Kloster bei Trier. Die restlichen Schriften sind in deutscher Sprache geschrieben. Es handelt sich dabei um Urkunden und sonstige Verträge.