Weiter Krach um Windräder

Wadern. In der Diskussion über die Windkraftanlagen am Wildpark in Weiskirchen sprechen sich auch die Grünen in der Nachbarkommune Wadern mit ihrem Sprecher Peter Rohles für die Nutzung der Windkraft aus. Die Waderner Grünen stellen sich damit auf die Seite der Weiskircher GAL, deren Sprecher Henry Selzer wegen seiner Befürwortung der Windkraft heftige Kritik geerntet hat

Wadern. In der Diskussion über die Windkraftanlagen am Wildpark in Weiskirchen sprechen sich auch die Grünen in der Nachbarkommune Wadern mit ihrem Sprecher Peter Rohles für die Nutzung der Windkraft aus. Die Waderner Grünen stellen sich damit auf die Seite der Weiskircher GAL, deren Sprecher Henry Selzer wegen seiner Befürwortung der Windkraft heftige Kritik geerntet hat. "Fakt ist, dass unsere Gesellschaft einen enormen Bedarf an Energie hat. Diese Energie wurde in der Vergangenheit größtenteils mit Mitteln hergestellt, die gesundheitsschädlich sind und die unsere natürlichen Ressourcen aufbrauchen", begründet Rohles sein Ja. Deswegen befürworteten 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mittlerweile die regenerativen Energien, sagt der Grünen-Vertreter. "Auch wir in unserer Region müssen dazu unseren Beitrag leisten. Vor allem Windkraft ist eine Form der Energie, die bei uns im Hochwald reichlich vorhanden ist, und deswegen sollten wir sie dringend nutzen." Gegen den Bau weiterer Windkraftanlagen im Kreis spricht sich die Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Merzig- Wadern, Marion Etringer, aus. Mit ihren Vorstandskollegen war sie zu einem Gespräch des Vereins für Mensch und Natur nach Rissenthal gekommen. Dessen Vorsitzender Wolfgang Kühn bezeichnete die jüngsten Entwicklungen in Sachen Windenergie als "so nicht hinnehmbar. Der Widerstand gegen den Bau von Windkraft-Industrieanlagen ist nach wie vor ungebrochen." Große Sorgen bereiten dem Verein die beabsichtigte Erweiterung des Windparks auf dem Merchinger Berg. Dort sollen nach dem Willen eines Windkraftbetreibers sieben Anlagen errichtet werden. Diese sollen entlang des Höhenwegs in Richtung Hargarten gebaut werden. red

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