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Thailen/Weiskirchen: Weiskircher lassen die Sau raus

Thailen/Weiskirchen : Weiskircher lassen die Sau raus

An diesem Samstag hebt sich der Vorhang zu dem neuen Stück, das die Laienschauspielgruppe Weiskirchen auf die Bühne bringt.

„Ein herrlicher Spaß, den sich Liebhaber von ländlichen Theatervorführungen nicht entgehen lassen sollen“, wirbt  Peter Naumann, Vorsitzender der Laienschauspielgruppe 89 Weiskirchen für die nächsten Aufführungen seiner Gruppe. Darüber hinaus ist es nach Worten von Naumann der Anspruch der Laienspieler, sich mächtig ins Zeug zu legen, damit sich die Besucher bei  Theaterabenden, die an diesem Samstag starten, amüsieren.

„Die Proben laufen schon etliche Wochen auf Hochtouren, seit wenigen Tagen wird am Feinschliff wie  Gestik und Mimik gefeilt“, verrät Naumann, der sich auch als Regisseur engagiert. Schließlich soll alles wie am Schnürchen klappen, wenn sich der Vorhang zum ersten von drei Akten des neuen Stückes von Andreas Wening „Lass die Sau raus“ oder „Jetzt sind wir tierisch vegetarisch“. öffnet.

Und darum geht es in dem Stück: Karin Heppner (Isabel Weiland) reicht es. Die immer neuen Schreckensmeldungen bezüglich Skandalfunden in Nahrungsmitteln lassen sie und ihre Nachbarinnen Selma Sulzbach (Klaudia Dickmann) und Lotte Reischel (Susi Sturm) aktiv werden. Unter dem Motto „Mein Kühlschrank ist kein Ponnyhof“ rufen sie mit Flugblättern zum Boykott von Wurst- und Fleischwaren auf. Ihren Familien kündigen sie an, dass von nun an lediglich Vegetarisches auf den Tisch kommt.  Diese Nachricht vernehmen Karins Ehemann Karl-Heinz (Frank Müller) und Sohn Mirco (Lars Dickmann) nur sehr ungern.

Um des lieben Friedens Willen stimmt Karin ihrem Mann zu, im alten Stall eine Sau zu halten. Dass dieses Tier existiert,  soll vor der  naiven Lotte und der militanten Selma geheim gehalten werden. Als die beiden Frauen jedoch einen Streit zwischen den Heppners belauschen, vermuten sie, die Sau Anita sei die Geliebte von Karl-Heinz. Damit nimmt das Chaos nunmehr seinen Lauf. Und die Heppners setzen alles daran zu vertuschen, dass ihr Hund Josef den Riesenrammler Rüdiger, der Selma gehört, auf dem Gewissen hat.

Da jeder falsche Schlüsse zieht, überschlagen sich die Ereignisse: Metzger Hannes Wetzstein (Jörg Mang) wird für einen Auftragskiller gehalten, die Psychologin Anita Amaryl (Rosi Theobald) für die Geliebte von Karl-Heinz Heppner, und Opa Erwin Heppner (Peter Naumann) für tot erklärt. Während Lotte und Opa mit Betäubungsmitteln abgeschossen werden, fürchtet Selmas naiver Gatte Georg Sulzbach (Harald Saar), den Verstand zu verlieren. Sein Riesenrammler Rüdiger mutiert zum Zombie-Hasen, der im Wechsel tot am alten Weiher liegt oder putzmunter in seinem Hasenstall sitzt. Bei so viel Verwirrung streikt selbst die Polizei. „Doch irgendwie, und das wird jetzt nicht verraten, findet alles zu einem guten Ende. Das sollte man sich schon gönnen“, sagt Peter Regisseur Naumann.