Weiskirchen: Weiskircher haben die Wahl

Weiskirchen : Weiskircher haben die Wahl

5336 Wahlberechtigte in der Hochwald-Kurgemeinde können am Sonntag einen neuen Bürgermeister bestimmen. Fünf Bewerber buhlen um die Wählerstimmen.

Am Sonntag gilt es: Exakt 5336 Frauen und Männer in Weiskirchen sind aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Sie bestimmen den Nachfolger von Rathauschef Werner Hero (CDU), der auf eigenen Wunsch zum 1. Dezember diesen Jahres in den vorzeitigen Ruhestand ausscheidet – gut zehn Monate vor dem regulären Ablauf seiner Amtszeit.

Ob allerdings am Sonntag schon die Frage, wer Hero beerben wird, endgültig entschieden ist, darf angesichts von fünf Kandidaten, die sich zur Wahl stellen, bezweifelt werden. Wahrscheinlicher erscheint derzeit eine Stichwahl, die dann am Sonntag in zwei Wochen, also am 17. Juni, stattfinden würde.

In dem Fall würde aus dem Männer-Quintett, das am Sonntag zur Wahl steht, ein Kandidaten-Duo. Die CDU schickt als Bewerber Wolfgang Hübschen, Hauptamtsleiter im Weiskircher Rathaus. Er ist 56 Jahre alt, Diplom-Verwaltungswirt und lebt mit Ehefrau und drei Kindern in Weiskirchen. Die SPD setzt auf ihren Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Karsten Kiefer. Der Inhaber eines Fotogeschäftes ist 46 Jahre alt und lebt mit seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn im Weiskircher Ortsteil Rappweiler-Zwalbach.

Ebenfalls aus den Reihen des Rates kommen Gunnar Schulz (Freie Wähler-Gemeinschaft) und Gerrit Oestreich (FDP). Schulz ist 48 Jahre alt, verheiratet, ist von Beruf Finanzbeamter und lebt in Weiskirchen. Oestreich lebt im Ortsteil Thailen, der 52-jährige Leiter der Tourist-Info Ottweiler ist verheiratet und hat drei Kinder. Den Kandidatenreigen komplettiert der parteilose Einzelbewerber Stephan Barth, der in Weiskirchen aufgewachsen ist, mittlerweile aber in Wadern lebt. Er ist 54 Jahre alt, gelernter Bauingenieur und leitet derzeit das Bauamt der Gemeinde Schmelz

Kurz vor dem Wahltag zeichnet sich eine durchaus stattliche Beteiligung der Bürger in der Hochwald-Kurgemeinde an der Wahl ab. Bis Freitagnachmittag hatten, wie eine Anfrage der SZ im Weiskircher Rathaus ergab, schon 698 Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Das entspricht einer Quote von rund 13 Prozent. Diese liegt zwar unter der Briefwahl-Beteiligung bei der letzten Bürgermeisterwahl am 30. August 2009, wo rund 15 Prozent der Wahlberechtigten diesen Weg genutzt hatten. Allerdings fand jene Wahl, bei der seinerzeit Werner Hero knapp (und dank der Briefwähler!) im Amt bestätigt worden war, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Beim Wahlgang 2002, als Hero erstmals zum Verwaltungschef gekürt worden war, hatten ebenfalls rund 15 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl genutzt.

Die Wahllokale in Weiskirchen und seinen vier Ortsteilen (Rappweiler-Zwalbach, Konfeld, Weierweiler und Thailen) sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.