Weiskirchen kämpft gegen den Borkenkäfer - Förster braucht Hilfe

Förster bittet um Hilfe : Weiskirchen kämpft gegen den Borkenkäfer

Der Borkenkäfer verursacht in der Gemeinde Weiskirchen weiterhin große Schäden. Förster Tobias Misczyk nutzte die Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend, um die aktuelle Situation darzustellen.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Käfer für umfangreiche Schäden gesorgt; außerdem kam es zu einem Zusammenbruch des Holzmarktes.

„Der Käfer hat nicht aufgehört zu fressen“, fasste Misczyk die derzeitige Lage zusammen. „260 Festmeter Holz liegen schon auf dem Boden“, sagte er. Bis zum Ende des Jahres rechne er mit insgesamt 7000 Festmetern Schadholz.

Misczyk nannte mehrere mögliche Maßnahmen, um den Schaden zu mindern. Ein Programm des Umweltministeriums, bei dem es unter anderem eine „Schadholzprämie“ gebe, halte er für „ein gutes Förderprogramm“. Hier sei es möglich, insgesamt etwa 100 000 Euro zu erhalten. Aber, sprach er ein weiteres Problem an: Man müsse Zeit haben, sich um die entsprechende Antragsstellung zu kümmern und „ich habe nicht die notwendige Zeit“. Er betonte: „Ich benötige dringend personelle Unterstützung.“

Diese sagte ihm Bürgermeister Wolfgang Hübschen auch zu: „Wir müssen versuchen, einen Forstwirt einzustellen oder auszubilden.“ Miszcyk wies abschließend noch auf die Kosten der Aufforstung – circa 8000 Euro pro Hektar – hin und betonte: „Und 2020 kommt der Käfer wieder.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung