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Weiskirchen
Mit Tempo auf die Datenautobahn

Symbolischer Startschuss für das schnelle Internet in Weiskirchen: Werner Loth, Bruno Stolz, Werner Hero und Wolfgang Hübschen (v.l.). Foto: Dieter Ackermann
Symbolischer Startschuss für das schnelle Internet in Weiskirchen: Werner Loth, Bruno Stolz, Werner Hero und Wolfgang Hübschen (v.l.). Foto: Dieter Ackermann FOTO: Dieter Ackermann
Weiskirchen. Die Telekom hat in Weiskirchen ein leistungsstarkes Glasfasernetz eingerichtet. Es wurde jetzt gestartet.

Vier Hände von Bürgermeister Werner Hero, seinem designierten Nachfolger Wolfgang Hübschen, Bruno Stolz und Werner Loth (beide Deutsche Telekom) landen zielgenau auf dem eigens zu diesem Anlass ins Rathaus mitgebrachten Buzzer. Damit ist die Wartezeit auf das schnelle Internet in Weiskirchen vorbei, genauer gesagt fast vorbei. „Nur zwei kleine Teilbereiche werden erst in den kommenden Tagen freigeschaltet“, versicherte gestern Bruno Stolz (Regionalmanagement Südwest der Telekom), „ansonsten ist die Gemeinde ab sofort flächendeckend ans superschnelle Glasfasernetz angeschlossen.“ Mit seiner Freude über diesen Schritt in die digitale Zukunft der Hochwald-Gemeinde verband Bürgermeister Werner Hero gleich die Frage: „Haben damit jetzt alle Bürger unserer Gemeinde Zugriff auf dieses schnelle Glasfasernetz?“


„Im Prinzip ja“, antwortete Werner Loth (Projektleiter der Telekom). Aber wie das mit solchen prinzipiellen Fragen meistens ist, schob er gleich eine wichtige Information nach. Etwas müssten die Kunden schon noch in eigener Regie erledigen: „Sie müssen sich erstens bei dem Provider ihres Vertrauens erkunden, ob der vorhandene Router mit dem neuen Netz kompatibel ist. Und zweitens müssen sie einen neuen Vertrag aushandeln, mit dem Internetübertragungen bis zu 100 Mbit/s freigeschaltet werden können.“

Auf die Frage von Wolfgang Hübschen, ob die heute in der Regel bereits vorhandenen Router der Weiskircher so ohne weitere mit dem schnellen Internet kompatibel sind, musste Stolz etwas Essig in den Wein träufeln. Das sei leider in vielen Fällen nicht der Fall. Mit dem neuen Vertrag müsse meistens auch ein neuer Router als digitale Schnittstelle für die schnelle „Datenautobahn“ her. Die beantragte Freischaltung erfolge dann in der Regel zwischen fünf und sieben Werktagen. Wer allerdings mit seiner vorhandenen Datenübertragung von 16 Mbit/s zufrieden ist, der könne ohne weiteres so weitermachen wie bisher.



Bürgermeister Hero räumte in diesem Zusammenhang offen ein, dass er vor einigen Monaten beim ersten Spatenstich für das neue Glasfasernetz in Weiskirchen kaum geglaubt habe, dass die Erdbauarbeiten so schnell abgeschlossen werden könnten. Lob kam bei dieser Gelegenheit auch für die zuvorkommenden Mitarbeiter der ausführenden Baufirma aus Österreich zur Sprache, wobei der Projektleiter dies gleich an die Arbeiter der aus Bayern stammenden Unternehmenstochter weitergab. Inzwischen seien übrigens die meisten Erdbauarbeiter bereits von Weiskirchen nach Losheim am See weitergezogen, wo aktuell das neue Glasfasernetz entsteht.

Mit dem neuen Technologiemix von vorhandenen Kupferleitungen und neuen Glasfasern sei die Gemeinde für die Zukunft gut aufgestellt. Stolz wies darauf hin, dass damit Datenübertragungen bis zu aktuell 100 Mbit/s realisiert werden können. Bei Bedarf könne diese Leistungsfähigkeit künftig aber sogar auf bis zu 250 Mbit/s freigeschaltet werden. Stolz: „Dazu wären keine Baumaßnahmen mehr erforderlich, dazu würde vielmehr ein neues Software-Update völlig ausreichen.“

Hero fasste zufrieden zusammen: „Mit unserem neuen Glasfasernetz befindet sich jetzt unsere Hochwaldgemeinde endlich auf der digitalen Überholspur.“ Den Bürgern stehe jetzt ein Internet-Anschluss zur Verfügung, der alle Möglichkeiten für schnelle digitale Anwendungen bietet: „Er eignet sich neben Video-Streaming, Gaming oder Home-Office auch für völlig neue Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin oder Smart Home.“

(a-n)