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Wehr Weiskirchen hilft bei Hochwasser-Einsatz in Kordel in Rheinland-Pfalz

Hilfs-Einsatz nach Unwetter : Einsatz der Weiskircher Wehr in Kordel nach Hochwasser

Die Weiskircher Wehrleute sind nach Kordel in Rheinland-Pfalz ausgerückt, um vor Ort nach den verheerenden Hochwasser-Fluten zu helfen.

Die letzte Starkregen-Katastrophe verschonte zum Glück die Gemeinde Weiskirchen. Diese Tatsache ermöglichte es den Feuerwehren des Kurorts, am vergangenen Donnerstag gegen 11.30 Uhr mit dem Wasserförderzug Hochwald-Weiskirchen bestehend aus dem Schlauchwagen 2000 und LF10 Rappweiler, dem LF8/6 Weierweiler, dem neuen ELW Weiskirchen sowie dem Kommandowagen unter Leitung des Wehrführers Jürgen Barth zur Unterstützung im Kreis Trier-Saarburg zunächst nach Kenn, dann nach Kordel auszurücken. Die Weiskircher standen dort den bedrohten Menschen mit fünf Fahrzeugen und 26 Personen zur Seite.

Vor Ort erhielt die Weiskircher Wehr den Einsatzbefehl, Leitung und Sicherstellung des Brandschutzes im überschwemmten Ort Kordel zu übernehmen. Dort angekommen übernahmen die herangeeilten Wehrleute für den gesamten Ort die Einsatzleitung. Die vor Ort befindliche örtliche Feuerwehr wurde sofort von den Weiskirchern nach über 24 Stunden permanentem Einsatz unterstützt, bei dem angesichts der Regenmassen viele Menschen ihre Häuser verloren hatten und sogar das örtliche Gerätehaus in den Fluten untergegangen war.

Unter dem Kommando der Feuerwehr Weiskirchen wurden die Rettungsmaßnahmen unter anderem mit einer Feuerwehrbereitschaft mit 17 Einsatzfahrzeugen des Landkreises Birkenfeld, mehrerer Dekontaminationsfahrzeuge der Feuerwehren aus Wincheringen und Germersheim, der Bundeswehr, des DRK, der Strömungsretter der DLRG aus Dillingen, Saarlouis und Gresaubach koordiniert. Eingesetzt wurde dort auch ein spezielles Amphibienfahrzeug des THW aus Germersheim, das zunächst die überfluteten Straßen im unteren Ort als einziges Fahrzeug befahren konnte.

Bis zum späten Abend waren die letzten eingeschlossenen Einwohner aus ihren Wohnungen gerettet und durch die vereinten Kräfte die Keller eines ganzen Straßenzuges leergepumpt. Aus Sicherheitsgründen mussten die Arbeiten bei Dunkelheit eingestellt werden, sodass sich alle Arbeiten auf Führungsaufgaben sowie auf die Sicherstellung des Brandschutzes im gesamten Ort konzentrieren konnten.

Am nächsten Morgen wurden die Weiskircher durch eine Feuerwehrbereitschaft aus dem Raum Karlsruhe abgelöst und konnten erschöpft die Heimfahrt antreten. Bei dem Einsatz wurde zum Glück niemand aus ihrer Gemeinschaft verletzt. Ausdrücklich bedankte sich Wehrführer Jürgen Barth bei allen eingesetzten Kameraden aus Weiskirchen vor Ort und denen, die zur Ablösung und zur Sicherung des Brandschutzes in der Gemeinde zurückgeblieben waren. Einen solchen Einsatz hatte die Feuerwehr der Gemeinde Weiskirchen bislang noch nicht erlebt. Besonders bewährt hat sich dabei übrigens der erst im vergangenen Jahr neu angeschaffte Einsatzleitwagen.