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Wegen Corona fand Krippenspiel im Kinderhaus Weiskirchen unter freiem Himmel statt

Weiskirchen : Über Krippenspiel die eigene Kita neu entdeckt

Wegen Corona konnte das Krippenspiel im Kinderhaus Weiskirchen nicht wie gewohnt stattfinden. Doch die Kita fand eine schöne Alternative.

(red) „Ein Kind verändert die Welt – Ein Kind hat alles auf den Kopf gestellt – Was wichtig ist, was wirklich zählt – Ein Kind verändert die Welt“: Mit diesem Lied-Refrain wurde das Krippenspiel im Katholischen Kinderhaus St. Jakobus in Weiskirchen eröffnet. Und es war, wiewohl ein traditionsreiches Ereignis in dem Kinderhaus, diesmal ein besonderes: Anders als in den vergangenen Jahren als die „Großen“, also die älteren Kita-Kinder bis hin zu den „Fast-Schulkindern“, das Krippenspiel in einem Innenraum des Kinderhauses einer breiten Öffentlichkeit gezeigt haben, fand in diesem Dezember wegen Corona das Krippenspiel ohne Besucher im Außengelände des Kinderhauses statt. Die mitwirkenden Mädchen und Jungen waren im großen Außengelände des Kinderhauses unterwegs nach Bethlehem.

„Die Vorüberlegungen gingen erst in die Richtung ‚Wegen Corona ausfallen lassen’“, erläutert Claudia Bierbrauer, Leiterin der Kindertageseinrichtung in Trägerschaft der katholischen Kita gGmbh. Von diesem Gedanken habe man jedoch wieder Abstand genommen: „Es war schon so viel für die Kinder ausgefallen in ihrem letzten Jahr im Kinderhaus.“ Also wurde nach einer sicheren und praktikablen Lösung gesucht, das Krippenspiel, auf das die Kinder sich so gefreut haben, stattfinden zu lassen.

Schon beim Proben war klar: Die Rollen sollten in diesem Dezember so verteilt sein, dass sich zum Beispiel die Darsteller der Hirten in einer Kita-Gruppe befinden würden, ebenso die Darsteller der Engel aus einer Gruppe kommen sollten und auch die beiden Hauptdarsteller von Maria und Josef in der gleichen Gruppe betreut werden. „Die Kinder haben sich mit diesen Regelungen anfreunden können und waren einverstanden“, sagt Kita-Leiterin Bierbrauer.

Auch, dass draußen geprobt wurde, sei für die Kinder spannend gewesen: Wo war der beste Weg nach Bethlehem? Wo fanden sich geeignete Standorte zum Beispiel für den Stall, die Herbergen und das Feld, auf dem die Hirten die Schafe hüteten? Claudia Bierbrauer: „Interessant war es für die Kinder, ihr vertrautes Gelände aus einer ganz anderen Perspektive wahrzunehmen und neu zu erkunden.“

Auch bei der Ausgestaltung der einzelnen Standorte konnten die Kinder ihre Ideen einbringen. So gab es für die Hirten auf ihrem Feld sogar ein echtes Feuer, an dem sie sich wärmen konnten.

Klar war auch, dass die Kleidung der Darsteller an die kalten Temperaturen angepasst werden mussten. Da hatten die Erzieherinnen Doris Sdringis und Andrea Johann, die auch schon in den Vorjahren das Krippenspiel mit den Kindern eingeübt hatten, in diesem Jahr besonders viel zu tun: „Den Engeln wurden sogar passende Westchen gestrickt“, sagt die Kita-Leiterin.

Nicht zuletzt sei es dem guten Netzwerk des Kinderhauses zu verdanken gewesen, dass das Krippenspiel stattfinden konnte und das eine eventuell interessierte Öffentlichkeit das Krippenspiel nun doch noch zu sehen bekommt. „Unser Musiker für alle Fälle, der dem Kinderhaus schon seit 25 Jahren verbundene Hans-Walter Gasiorowski, war bereit, die musikalische Umrahmung auch draußen in der Kälte zu übernehmen. Und ein ehemaliges Kindergartenkind mit beachtlichem filmtechnischem Verständnis, Peter Köhl (auch als Zauberer Mister Pit bekannt), hat die besondere Atmosphäre dieses Krippenspiels für uns aufgezeichnet“ erläutert Claudia Bierbrauer.

Der Video-Mitschnitt des Krippenspiels wird nach ihren Worten zu sehen sein auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Weiskirchen (www.pfarreien-weiskirchen.de), und zwar am Heiligen Abend ab 16 Uhr.

www.pfarreien-weiskirchen.de