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Blutspenderehrung
Spender-Nachwuchs ist dringend gesucht

Beim Blutspendentermin in der Hochwaldhalle wurden treue Mehrfachspender besonders geehrt.
Beim Blutspendentermin in der Hochwaldhalle wurden treue Mehrfachspender besonders geehrt. FOTO: Erich Brücker
Weiskirchen. Treue Blutspender sind in Weiskirchen für ihr langjähriges Engagement geehrt worden. Der Bedarf bleibt hoch. Von Erich Brücker

„Mit einer Blutspende retten Sie drei Leben. Egal ob von einem jungen oder älteren Blutspender. Wir freuen uns über jeden“, sagte Christoph Ernwein, Referent der Blutspendenzentrale Bad Kreuznach, beim jüngsten Aderlass in der Hochwaldhalle in Weiskirchen. Ernwein betonte aber auch, dass es grundsätzlich zu wenig Blutspender gibt, und das deutschlandweit. Dazu werden auch immer mehr Blutspenden in den Krankenhäusern, auch in unserer Region, benötigt. Hierzu wurde die Altersgrenze auf 75 Jahre angehoben. Aus Sicherheitsgründen ist es aber notwendig, sich bei der Blutspende mit Personalausweis, Führerschein oder Reisepass auszuweisen. Auch werde ein Fragebogen ausgeweitet, um im Vorfeld gewisse Risiken auszuschließen. Eine Blutspende ist aber weiterhin für den Spender eine besondere Art der eigenen Gesundheitsvorsorge.


Die Vorsitzende des DRK-Ortsverbands Weiskirchen-Konfeld Marita Heinz bedankte sich bei 133 treuen Blutspenderinnen und -spendern, die sich in den Dienst am Mitmenschen gestellt hatten. Darunter waren acht Erstspender, überwiegend 18-Jährige. „Von dieser Altersklasse benötigen wir noch viele mehr, um für Nachwuchs zu sorgen“, appellierte Heinz an die Anwesenden, im Familien- und Bekanntenkreis Reklame für das Blutspenden zu machen.

Den Dank der Weiskircher Bevölkerung übermittelte Bürgermeister Werner Hero. „Es ist wichtig, dass es immer wieder Freiwillige gibt, die sich für die gute Sache zur Verfügung stellen, schließlich werden die Konserven nicht nur bei Unfällen, sondern bei vielen unterschiedlichen Operationen benötigt“, sagte der Verwaltungschef. Allen Mehrfachspendern, die für ihre Treue ausgezeichnet wurden, wurde besonders gedankt – mit Urkunden, Ehrennadeln und Geschenken.



Der 63-jährige Helmut Thome aus Rappweiler kommt schon seit 1978 regelmäßig zu den Terminen nach Weiskirchen. „Das Blutspenden hält mich gesundheitlich fit, ist für mich auch eine Gesundheitsvorsorge“, sagte der Jubilar, der für 125 Blutspenden ausgezeichnet wurde. Zudem denkt er aber auch an die Hilfe, die er unbekannten Menschen zuteilwerden lässt. Die 150. Blutspende möchte er schon noch abliefern. Stattliche 100 Blutspenden hat Dieter Salm (55 Jahre) aus Losheim schon hinter sich gebracht. „Mit 18 Jahren wollte ich meine Blutgruppe wissen, und das ging beim Blutspenden ganz einfach“, erzählt er von seinen Anfängen, die er mit einem Kollegen begann. Dieser ist dann aber auf der Stecke geblieben. Mit viel Freude kommt er dagegen immer wieder gerne zu den Terminen, zumindest solange, wie es die Gesundheit erlauben wird.