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Seit einem Vierteljahrhundert hilft die Frauengemeinschaft Weiskirchen

25-jähriges Jubiläum : Geballte Frauenpower aus Weiskirchen

Seit 25 Jahren unterstützt die Frauengemeinschaft St. Helena Hilfsprojekte in der Hochwaldgemeinde. Rund 100 Mitglieder zwischen 40 und 90 Jahren sind in der Gemeinschaft aktiv.

Der Namenstag der Heiligen Helena am 18. August 1995 schien einigen Frauen aus Weiskirchen der geeignete Tag zu sein, um die Frauengemeinschaft St. Helena offiziell zu gründen. Inzwischen sind 25 erfolgreiche Jahre ins Land gegangen, aber die eigentlich fällige Jubiläumsfeier musste jetzt erst mal wegen Corona verschoben werden. Trotzdem haben Theresia Hero (Vorsitzende), Inge Langefeld (Kassiererin), Ingrid Wilking (zweite Vorsitzende) und Helen Kreutzer (Schriftführerin) Bilanz gezogen.

An den Zielen ihrer Gemeinschaft habe sich seit einem Vierteljahrhundert nichts geändert. Hero: „Wir beschäftigen uns nicht mit Politik oder ähnlichen Interessen – bei uns steht vielmehr in enger Kooperation mit der Pfarrgemeinde Weiskirchen das hilfreiche Miteinander im Fokus.“

Dass diese heute etwa hundert Mitglieder zählende Frauenpower bereits viele Leistungen verzeichnen kann, ohne darum viel Aufhebens gemacht zu haben, dokumentierte die Kassiererin unter anderem mit dem Hinweis auf rund 25 000 Euro, mit denen die Gemeinschaft bereits Hilfsprojekte in der Hochwaldgemeinde unterstützt habe. Von diesen Leistungen hätten unter anderem behinderte Kinder und die Tafel profitiert.

Aber auch in der Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere Weiskirchen engagiert sich die Frauengemeinschaft. „Wir gestalten an Festtagen immer einen Altar und sorgen für den Blumenschmuck in der Kirche“, berichtet die Schriftführerin. Anlässlich des Festgottesdienstes habe Pfarrer Leo Koch ihrer Gemeinschaft ferner eine Ikone der Heiligen Helena geschenkt.

Außerdem gestalte die Jubiläums-Gemeinschaft jeden ersten Mittwoch eines Monats eine Frauenmesse. Und dabei dürfe natürlich auch nicht vergessen werden, dass die Frauen vor einiger Zeit die Figur der heiligen Mutter im privaten Grottchen an der Trierer Straße restauriert haben.

Dieses kirchliche Engagement bedeute freilich nicht, dass sich der Einsatz dieser Frauengemeinschaft allein darauf und auf ihre Hilfen für Menschen in Not reduziert. Die zweite Vorsitzende erinnert zusätzlich daran, dass die Zunahme von 32 Mitgliedern bei der Gründung vor 25 Jahren auf heute rund hundert nicht zuletzt aus pfiffigen Ideen im Alltag resultiert.

„Wenn unsere Mitglieder heute zwischen 40 und über 90 Jahre alt sind, bedeutet das nichts anderes, als dass auch unsere Angebote wie die Ausrichtung von Karnevalsveranstaltungen (vor Corona, Anmerkung der Redaktion) oder unsere Strickkreise alle 14 Tage nach wie vor auf eine breite Resonanz stoßen.“ Außerdem seien die halbjährlichen Geburtstagsfeiern (ab 70 Jahren) sehr beliebt.

Zum Abschluss erinnerte die Vorsitzende noch einmal daran, dass alle Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und von Erlösen eigener Veranstaltungen ausnahmslos in die angesprochenen Hilfsaktionen einfließen, über die der Vorstand jeweils nach sorgfältiger Beratung beschließe. Und weil diese Frauengemeinschaft mit ihrer hilfreichen und die Mitglieder offenbar befriedigenden Zusammenarbeit in den vergangenen 25 Jahren nichts von ihrer Attraktivität verloren hat, freue man sich jetzt schon auf den Zeitpunkt nach Corona, wenn dieses stolze Jubiläum gebührend gefeiert werden kann.