Seit 50 Jahren suchen Patienten die Reha-Einrichtung auf

Jubiläum in Weiskirchen : Klippen optimal umschifft

Hochwald-Kliniken in Weiskirchen feierten 50. Geburtstag mit einem Festakt.

(an) In der Saarlandhalle war vor allem Stolz auf den Erfolg angesagt – daraus resultierte der Dank an die Rentenversicherung als wichtiger Vertragspartner, an die Patienten und insbesondere an die Ärzte und das gesamte Pflegepersonal. Bei ihrer Begrüßung zum Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hochwald-Kliniken in Weiskirchen forderte die Kaufmännische Direktorin, Birgitta Janssen, nach einem geschichtlichen Rückblick aber vorrausschauend alle Anwesenden auf, „die politisch gestützte Zukunft des Klinikums auch weiterhin proaktiv zu gestalten“.

Diesen Ball nahm danach Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes, nur zu gerne auf. Sie münzte kurzerhand den Titel des musikalischen Intermezzos „Das ist der Tag“, vorgetragen von Silke Müller (Gesang) und Monika Willems-Morbach (Klavier), auf diese Veranstaltung um. „Das ist der Tag, dem großartigen Team der Hochwald-Kliniken anlässlich des Jubiläums für den unübertroffenen Beistand zu danken, mit dem alle hier den Patienten zur Seite stehen.“

Und die Ministerin wusste offenbar genau, wovon sie sprach: „Mir selbst hat dieses medizinische und pflegerische Engagement hier vor einigen Jahren im Rahmen meiner eigenen Reha konkret geholfen, nach einem gesundheitlichen Rückschlag wieder zu voller Leistungskraft zurück zu finden.“ Mit Blick auf Birgitta Janssen beantwortete Monika Bachmann auch deren unausgesprochene Frage, wie es denn mit den Reha-Kliniken weitergehe: „Ich kann Ihnen sagen, ich stehe an Ihrer Seite.“

Nach weiteren Ansprachen von Josef Schwarz, Vorstandsmitglied der Hildegard-Stiftung, und Bernd Molzberger, Geschäftsführer der ctt Reha-Fachkliniken GmbH, hörten die Anwesenden auch bei der Festrede von Stephanie Becker-Kretschmer, Erste Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Saarland, genau hin. Schließlich belegte sie mit Zahlen und Fakten die Erfolgsgeschichte des Klinikums, das in den vergangenen 50 Jahren im Unterschied zu manch anderer Reha-Einrichtung die „Klippen auch politischer Veränderungen“ optimal umschifft habe.

„Morgens Fango – abends Tango, das war einmal!“ Der einst sprichwörtliche „Spaßfaktor“ bei den Reha-Kuren sei längst vom medizinischen und psychologischen Ziel moderner Reha-Kliniken wie in Weiskirchen abgelöst worden, Patienten gesundheitlich so erfolgreich zu rehabilitieren, dass sie den Weg zurück in ein normales (Arbeits-)Leben finden.

Und obwohl die DRV Saarland über keine eigenen Kliniken verfüge, würden – so Stephanie Becker-Kretschmer – Reha-Kliniken wie in Weiskirchen ihren wertvollen Beitrag dazu leisten, dass zwei Drittel aller Patienten des Saarlandes auf eigenen Wunsch ihre Kuren in Kliniken an der Saar verbringen wollen.

In Deutschlands größtem Reha-Kliniken-Vergleich seien bundesweit alle 1181 Kliniken getestet und die Hochwald-Kliniken erneut als Top-Klinik geadelt worden. Aber auch die DRV könne heute noch nicht absehen, wie sich in Zukunft die zunehmende Digitalisierung im Reha-Bereich auswirken wird.

Stephanie Becker-Kretschmer fasste abschließend ihre Erfahrungen mit dem Klinikum zusammen: „Sie können hier in Weiskirchen stolz auf Ihre erbrachten Leistungen im Dienst der Patienten zurück- und daher gleichzeitig zuversichtlich in die weitere Zukunft vorausblicken.“

In seinem abschließenden Wortbeitrag betonte Bürgermeister Wolfgang Hübschen, die Hochwald-Kliniken seien nicht zuletzt als größter Arbeitgeber der Hochwald-Gemeinde ein wahrer Glücksfall für Weiskirchen. Er erinnerte ferner an Peter Singer, der als „Mann der ersten Stunde“ ganz wesentlich zum Start der Kliniken auf ihrem bis heute andauernden Erfolgsweg beigetragen habe.

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