Rotaryclub Lebach-Wadern sammelt bei Gourmetevent Spenden für Bolivien

Weierweiler : Leckeres Essen für den guten Zweck

Bei einem Gourmet-Event in Weierweiler haben Mitglieder des Rotary-Clubs Lebach-Wadern und weitere Mitwirkende aufgetischt und dabei Geld für „Bildung in Bolivien“ gesammelt.

An zwei Tagen im Jahr avanciert das Gasthaus School-Kättchen in Weierweiler zum Gourmet-Tempel. Die Straßen rundum werden dann von den vielen Besuchern zu Parkplätzen umfunktioniert. Es gibt kaum noch ein Durchkommen. Der Grund: Raimund Repplinger, Inhaber des Restaurants, sowie Hubert Zimmer, beide vom Rotary-Club Lebach-Wadern, organisieren zusammen mit einem Team aus Hobby-Köchen und fleißigen Helfern ein Gourmet-Event für Freunde und Bekannte.

An mehreren Stationen im Lokal, im Wein-Kättchen sowie in einigen kleinen Eventzelten, die bei den Gästen für eine nicht alltägliche, aber angenehme Atmosphäre sorgen, bieten die Rotary-Köche und ihre Mitarbeiter Gerichte vom Feinsten an, kleine und größere Köstlichkeiten aus Küche und Keller für die Liebhaber eines sehr guten lukullischen Gaumenschmauses. „Süppchen und Fisch als Vorspeisen, Salate, Hauptgerichte aus Meer, Wald und Feld, zumeist aus heimischen Betrieben, Dessert von allerlei Obst und Käse vom Brett über Törtchen bis Creme Brulée“, zählten die Organisatoren Repplinger und Zimmer die kulinarischen Höhepunkte auf.

Walliser Raclette wurde vom Partnerclub RC Leuk-Leukerbad in der Schweiz angeboten. Sie sind schon Stammgäste beim Weierweiler Gourmet-Event, ebenso der überregional bekannte Metzger René Meyer aus dem Turtmanntal, der mit luftgetrockneten Walliser Spezialitäten die Gäste begeisterte. Mit von der Partie war einer der weltbesten Affineurs, Bernard Antony aus dem Elsass, sowie Maître-Patissier Daniel Rebert aus Wissembourg/Frankreich. Für den musikalischen Genuss sorgten Edi Zauberfinger sowie Alleinunterhalter Gasi.

„Letztendlich haben sich der hohe Aufwand und die viele Arbeit mal wieder gelohnt. Einen fünfstelligen Betrag werden wir wohl als Erlös wieder an Rabea Lang aus Büschfeld, die in Sucre in Bolivien die Schule Monte Cristo leitet, überweisen können“, sind die Veranstalter zufrieden mit der Resonanz an den beiden Tagen. Diese Schule wird schon seit Jahren vom gemeinnützigen Verein „Bildung für Bolivien“ unterstützt.

„Wir alle haben ein Herz für die Nöte der Kinder in Bolivien“, sagt der Vereinsvorsitzende Hubert Zimmer und ergänzt: „Ohne die Spendengelder bekämen diese Kinder nie eine Chance, aus ihrem Leben etwas Positives zu machen. Denn leider ist bei den meisten die Situation daheim alles andere als einfach.“ Häusliche Gewalt, Alkohol, Vernachlässigung und Existenzängste prägen das Leben der Schüler. Zimmer berichtet weiter: „Bildung jedoch ermöglicht auch diesen Kindern und Jugendlichen eine Zukunft und somit eine Perspektive. Sie erhöht die Chancen auf einen Beruf, mit dem der Lebensunterhalt eigenständig bestritten werden kann.“

Der Dank von Rabea Lang wird nicht lange auf sich warten lassen. Im kommenden Monat wird zu wieder auf Heimaturlaub im Hochwald sein.

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