Rettungsnetz für die Wildkatze

Weiskirchen. Von Dienstag, 2. März, bis Sonntag, 29. August, präsentiert der Naturpark Saar-Hunsrück in Kooperation mit dem BUND Saar die Ausstellung "Rettungsnetz Wildkatze" im Naturpark-Informationszentrum Weiskirchen am Wild- und Wanderpark. Die Wildkatze zählt zu den weniger bekannten Säugetierarten

Weiskirchen. Von Dienstag, 2. März, bis Sonntag, 29. August, präsentiert der Naturpark Saar-Hunsrück in Kooperation mit dem BUND Saar die Ausstellung "Rettungsnetz Wildkatze" im Naturpark-Informationszentrum Weiskirchen am Wild- und Wanderpark. Die Wildkatze zählt zu den weniger bekannten Säugetierarten. Ehemals war sie eine weit verbreitete Tierart in den Waldlebensräumen Europas mit Ausnahme von Skandinavien und der alpinen Hochlagen. Hohe VerantwortungDort konnte sie aufgrund der klimatischen Bedingungen kaum Fuß fassen. Auch im Naturpark Saar-Hunsrück, insbesondere im Nordsaarland und Hunsrück leben noch die vermutlich letzten genetisch unverfälschten Wildkatzen. Für das Überleben dieser vom Aussterben bedrohten Art trägt somit das Saarland und Rheinland-Pfalz eine besonders hohe Verantwortung. Bundesweit versucht der BUND, ein Rettungsnetz für die Wildkatze zu schaffen. Es wurde ein Wegeplan erstellt, der die isolierten Wildkatzen wieder zueinander bringen soll. Der Wildkatze soll die Chance gegeben werden, sich von selbst wieder auszubreiten und stabile, ausreichend große Vorkommen zu bilden. Daher werden Korridore mit Gehölzstreifen, die Deckung bieten und als Trittsteine für eine Durchquerung einer baum- und strauchfreien Umgebung dienen. Die Vernetzung der Wildkatzenlebensräume bringt auch für zahlreiche andere Tiere, wie Dachs, Baummarder, Fledermäuse oder Vögel Vorteile. Die Wanderausstellung des BUND Saar beleuchtet die Gefährdung, den Lebensraum, die Zerschneidung der Landschaft, den Wildkatzenwegeplan des BUND und die Bejagung in früheren Zeiten.Quiz für KinderDas Ausstellungssystem besteht aus drei Tipis. Ein interessanter Wildkatzenquiz erwartet Kinder in der Ausstellung. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von zehn bis 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. redInfos: Naturpark-Infozentrum Weiskirchen, Telefon (0 68 72) 92 12 61 und in der Geschäftsstelle in Hermeskeil, Telefon (0 65 03) 9 21 40.