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Weiskirchen: Rat fordert Krankenhauserhalt

Weiskirchen : Rat fordert Krankenhauserhalt

() Massive Sorgen wegen der geplanten Schließung des Krankenhauses in Wadern machte sich auch der Gemeinderat Weiskirchen: In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause verabschiedete der Rat einvernehmlich eine Resolution zur Krankenhaussituation in der Region.

Der Rat sieht beim Wegfall der Einrichtung zum Jahresende, wie es aktuell vorgesehen ist, die ärztliche Versorgung im Hochwald äußerst gefährdet. Die Resolution geht an die Adresse der  Landesregierung in Saarbrücken in Person von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und den Krankenhausträger Marienhaus GmbH. In der Resolution werden die beiden Adressaten aufgefordert werden, zur Vermeidung einer Schlechterstellung des Nordsaarlandes gegenüber dem südlichen Saarland, den Beschluss zur Schließung zum 31. Dezember 2017 vorerst auszusetzen und diesen Schritt aufzuschieben – ein Moratorium also.

Darüber hinaus fordert der Rat  von der Marienhaus GmbH eine tragfähige Konzeption hinsichtlich einer zukünftigen, auf Dauer ausgerichteten Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Nordsaarland sowie den Erhalt der vorherrschenden Arbeitsplätze. Von der Landesregierung wird ein klares Bekenntnis zum Krankenhausstandort Wadern erwartet, so dass die Region Hochwald hinsichtlich einer Gesundheitsversorgung nicht schlechter gestellt wird als das übrige Saarland.

Die Ratsmitglieder beklagen in der Resolution, dass die Mitteilung über die Schließung des Waderner Krankenhauses ein herber Schlag für die Bevölkerung des Hochwaldes gewesen sei. Diese war mit großer Enttäuschung, Unverständnis und hoher Besorgnis aufgenommen worden, zumal vor Jahresfrist Verlautbarungen seitens der Politik und des Trägers die Hoffnung auf eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung mit sicheren Arbeitsplätzen durch eine Stärkung des Klinikverbundes der Krankenhäuser in Wadern, Lebach, Losheim am See und Hermeskeil geweckt worden war. Dass der Anspruch der Hochwaldbevölkerung auf eine angemessene Gesundheitsversorgung aus rein wirtschaftlichen Gründen geopfert werden soll, ist unverständlich, heißt es in dem Positionspapier. Abschließend schreibt der Gemeinderat in seiner Resolution, „dass die Hoffnung der Hochwaldbevölkerung und insbesondere die der Menschen der Gemeinde Weiskirchen auf eine ordentliche und sichere Gesundheitsversorgung mit nur einem Federstrich des Trägers zunichte gemacht wird“.