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Motorsport
Präzision ist wichtiger als der pure Speed

Anika Stroh (MSF Hochwald) bei ihren ersten Gehversuchen im PKW-Slalom, damals noch in der Klasse der Einsteiger im Auto des ADAC.
Anika Stroh (MSF Hochwald) bei ihren ersten Gehversuchen im PKW-Slalom, damals noch in der Klasse der Einsteiger im Auto des ADAC. FOTO: Peter Stroh
Rappweiler/Weierweiler. Motorsport im Hochwald. Hierfür steht die Wahlener Platte als Rennstrecke gerne Pate. Im saarländischen Rallye-Sport war sie lange eine berühmt-berüchtigte Wertungsprüfung bei der „Kohle & Stahl“ und anderen Rallyes. Von Erich Brücker

Wiederbelebt wurde die Rennstrecke mit viel Motorengeräusch und Benzingeruch in den vergangenen Jahren mit Mofa-Rennen der Mofa-Freunde Wahlen.


Jetzt bekommt „die Platte“ Konkurrenz. Der Höhenweg zwischen Rappweiler und Weierweiler wird an diesem Sonntag zur Rennstrecke beim ADAC-Automobil-Slalom. Ab 9 Uhr wird der vierte Lauf der Serie gestartet. Veranstalter sind die Motorsportfreunde Hochwald mit Unterstützung der MSF Hüttersdorf.

Etwa 80 Fahrer versuchen mit ihren Fahrzeugen, einen Parcours aus Pylonen möglichst schnell und fehlerfrei zu durchfahren. Das Umwerfen von Pylonen wird mit Strafsekunden geahndet. Um ihr Können unter Beweis zu stellen, stehen den Teilnehmern ein Trainingslauf und zwei Wertungsläufe zur Verfügung. „Präzision und ein sauberer Fahrstil sind somit wichtiger als die reine Geschwindigkeit“, sagt Steffen Stroh von den MSF Hochwald, der neben seiner Schwester Anika, den Geschwistern Julia und Kristin Trampert sowie deren Cousin Jonas Laubenthal die Farben der Wadriller Motorsportfreunde vertritt.



Das Quintett hat sich, nachdem alle im Kartslalom ihre Anfänge genommen haben, nunmehr dem PKW-Slalom verschrieben. Und das ebenfalls mit viel Erfolg. Der 23-jährige Steffen belegt nach drei Läufen mit seinem 180 PS starken VW Polo GTI (1,8 Liter) den vierten Platz in der Klasse S 3 – nur drei Punkte hinter dem führenden Jürgen Breit (43,86). Julia Trampert fährt mit einem VW Polo 1,4 (101 PS) und belegt mit 37,9 Punkten Platz sechs. Anika Stroh rangiert mit dem Polo ihres Bruders mit 33,9 Punkten auf dem zehnten Rang, während Kristin Trampert mit dem Gefährt ihrer Schwester Julia Platz 13 belegt (31,8 Punkte). Jonas Laubenthal fährt in der Klasse Einsteiger mit Führerschein derzeit auf Rang fünf.

Die ersten Läufe – Einsteiger ohne Führerschein – starten um 9 Uhr, Einsteiger mit Führerschein um 10.30 Uhr. Beide Klassen fahren mit Fahrzeugen, die vom ADAC gestellt werden. Seriennahe Fahrzeuge Klasse der S 1, S2 und S 3 starten ab 11.30 Uhr, verbesserte Fahrzeuge der Klasse S 4, S 5 und S 6 ab 15 Uhr.