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Einweihung
Neue Tagesförderstätte in Weiskirchen

Freigabe der TAF:  (von links) Lothar Gillenberg (Architekt), Wolfgang Maring (Geschäftsführer), Bernd Theobald (Schirmherr), Schwester Patricia, Winfried Weber (St. Hildegardishaus), Hildegard Kuhn-Lawinger (TAF).
Freigabe der TAF: (von links) Lothar Gillenberg (Architekt), Wolfgang Maring (Geschäftsführer), Bernd Theobald (Schirmherr), Schwester Patricia, Winfried Weber (St. Hildegardishaus), Hildegard Kuhn-Lawinger (TAF). FOTO: Erich Brücker
Weiskirchen. 1,2 Millionen Euro investierte die Kinder- und Jugendhilfe St. Maria in ihre neue Einrichtung in der Kurgemeinde. Jetzt wurde diese eingeweiht. Von Erich Brücker

Die Kinder- und Jugendhilfe St. Maria, in Trägerschaft der St. Hildegardishaus gGmbH Düngenheim (Eifel), hat in Weiskirchen die neue Tagesförderstätte (TAF) Lucia eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.


Die Feierlichkeiten unter der Schirmherrschaft von Alt-Bürgermeister Bernd Theobald begannen mit einer Messe, zelebriert von Weihbischof Robert Brahm, der dem neuen Gebäude anschließend den Segen Gottes erteilte. „Die Einrichtung St. Maria ist nicht nur ein Ort, an dem der Erziehungs- und Bildungsauftrag des Trägers mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet ist, sondern sie ist ein Ort an dem die St. Hildegardishaus gGmbH den Grundauftrag der Kreuzschwestern ‚Das Heilshandeln Gottes an den Menschen sichtbar zu machen‘, verwirklicht“, betonte Schwester Ancilla-Maria von den Kreuzschwestern Bingen in ihrem Grußwort. Die Kreuzschwestern organisieren sich seit 18 Jahren über die St. Hildegardishaus, wenn es um die Fortführung sozialer Werte geht. Die Kinder- und Jugendhilfe St. Maria in Weiskirchen ist ein wichtiges Standbein dieser Organisation.

„Bis wir heute hier stehen konnten, war es ein weiter Weg“, sagte Wolfgang Maring, Geschäftsführer der St. Hildegardishaus. Das heute über 50 Jahre alte Gebäude in Weierweiler, wo die Lebenshilfe Weierweiler 1967 ihre Anfänge im Hochwald genommen hatte und das 2002 von der St. Hildegardishaus übernommen worden war, war seit einigen Jahren als dringend renovierungsbedürftig eingestuft. Zudem entsprachen die Verkehrs- und Betreuungsflächen nicht mehr den zeitgerechten Anforderungen. „Um aktuellen Vorgaben unter anderem des Sozialministeriums genügen zu können und um den gerechtfertigten Erwartungen der Eltern und Sorgeberechtigten Rechnung zu tragen, wurde ein Neubau für 24 Plätze in direkter Anbindung an das Haupthaus in Weiskirchen beschlossen“, begründete Maring das Vorhaben. Eine Komplettsanierung hätte ähnliche Kosten verursacht und keinen zusätzlichen Platz geschaffen.



Im März 2017 begannen die Bauarbeiten. Die vorgesehenen Kosten von 2,1 Millionen Euro konnten eingehalten werden. Der Eigenanteil des Trägers von 600 000 Euro reduzierte sich um einen Zuschuss der Aktion Mensch von 110 000 Euro. Die Stiftung für Menschen mit Behinderungen in den Hochwaldgemeinden hat 150 000 Euro bewilligt. Dazu hat die Sparkasse Merzig Wadern über ein Darlehen von 1,5 Millionen zur Finanzierung beigetragen. „Dieses neue Gebäude ist ein Bekenntnis der St. Hildegardishaus für die Hochwaldregion“, betonte Maring. Schirmherr Theobald nannte die Übertragung der Lebenshilfe Weierweiler in die Trägerschaft der St. Hildegardishaus „eine sehr gute Entscheidung“ und mit der Einweihung der neuen TAF sei diese deutlich sichtbar besiegelt. „Den hier anvertrauten Menschen wird es gut gehen“, versicherte Theobald. Das vielfältige soziale Angebot, das die Kinder- und Jugendhilfe St. Maria am und für den Menschen hier leiste, sei vorbildlich und einzigartig. Weiskirchen sei ein Investitionsschwerpunkt für den Träger. „Die Gewissheit, dass der gute Geist von Weierweiler mit nach Weiskirchen umgezogen ist, lässt mich erfreut in die Zukunft blicken“, sagte Theobald. Architekt Lothar Gillenberg vom Architekturbüro Peter Haberl stellte den Besuchern den Neubau mit seinen Gruppen-, Therapie-, Ruhe-, Arbeits- sowie Nebenräumen zuzüglich eines großzügigen Bewegungsbades vor. Das ebenerdige Gebäude mit einer Grundfläche von 770 Quadratmetern, an die Heiligkreuzstraße verkehrsmäßig angebunden, besteht aus drei Kuben, in die jeweils eine Gruppe integriert ist. Diese Gruppe verfügt über Gruppenraum mit Zugang zur Terrasse, Ruheraum, Arbeits- und Betreuungsraum sowie ein behindertengerechtes WC mit Dusche. 22 Firmen und Betriebe waren am Bau beteiligt, davon kommen 14 aus der umliegenden Region. „Wir hoffen, es ist uns gelungen, den Wohlfühlcharakter in das Gebäude zu implementieren“, sagte Gillenberg.

„Hier wurde viel Geld sehr gut angelegt“, betonte Bernd Seiwert vom Sozialministerium, der das Projekt von Beginn an begleitet hatte. MdL Frank Wagner überbrachte im Namen von Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich die Grüße des Kreises. „Für den Landkreis ist es beruhigend zu wissen, dass hier die Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderungen mittels eines attraktiven Programms und viel Qualität gewährleistet ist“, betonte Wagner. „Für unsere Gemeinde ist dieser Tag der Einweihung ein Tag der Freude“, sagte Bürgermeister Werner Hero.

Wolfgang Maring (rechts) übernimmt zum 1. Juli die Amtsgeschäfte der St. Hildegardishaus gGmbH. Links: Jürgen Bolldorf, nun administrativer Einrichtungsleiter der Kinder- und Jugendhilfe St. Maria neben Hildegard Kuhn-Lawinger und Winfried Weber.
Wolfgang Maring (rechts) übernimmt zum 1. Juli die Amtsgeschäfte der St. Hildegardishaus gGmbH. Links: Jürgen Bolldorf, nun administrativer Einrichtungsleiter der Kinder- und Jugendhilfe St. Maria neben Hildegard Kuhn-Lawinger und Winfried Weber. FOTO: Erich Brücker