Nehmen wir uns ein Vorbild am kleinen David

kolumne das wort zum alltag : Den Ärger nutzen, um etwas zu ändern

Ändern! Nicht Ärgern!: Was in der Überschrift so einfach klingt, fällt im Alltag doch oft schwer. In einem Lied von Rolf Zuckowski und Band heißt es hingegen: „Nein ich werfe keine Stunde fort - Ich steh zu allem, was ich fühlte und zu jedem Wort.“

Diese Zeilen scheinen viel leichter, denn auch der unnötige Ärger ist eben ein Teil von mir. Der Ärger bleibt zwar weiterhin „unnötig“ und rein rational betrachtet, hat es keinen Nutzen sich zu ärgern, aber wer kennt es nicht: das erleichterte Gefühl, wenn mal alles gesagt ist, worüber man sich ärgert?

Vielleicht ist der Ärger gar nicht so unnötig. Vielleicht ist der Ärger so etwas wie eine Lesehilfe neuer Möglichkeiten. Wir dürfen nur nicht vergessen, die neuen Möglichkeiten auch zu ergreifen. Ändern! Auch die Liedzeilen von Rolf Zuckowski gehen weiter: „Es ist noch lange nicht entschieden, was am Ende schwerer wiegt. Und hat nicht einmal David den Goliath besiegt?“ Keiner hätte für möglich gehalten, dass der kleine David den Riesen besiegt. Aber er hat sich so über das mangelnde Zutrauen und das Übersehen seiner Möglichkeiten geärgert, dass er mutig dem Riesen gegenübertritt und die Meinungen ändert!

Wir müssen nicht perfekt sein, um die Osterbotschaft weiter zu tragen. Ganz im Gegenteil – wir müssen nur unsere „Schwächen“ zu nutzen wissen. Keinem ist geholfen, sich über unnötigen Ärger nochmal zu ärgern. Lasst uns lieber die Frage stellen: Wie kann ich die Situation ändern? Selbst wenn die Situation noch so ausweglos scheint: Es ist noch lange nicht entschieden! Nehmen wir uns ein Vorbild am kleinen David: Auch in uns steckt mehr als wir uns selbst zutrauen! Schließlich sind wir erlöste Kinder Gottes!

Mehr von Saarbrücker Zeitung