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"Mail Art" - Wenn die Kunst per Post kommt

"Mail Art" - Wenn die Kunst per Post kommt

Weiskirchen. "Mail Art" ist der Titel einer Ausstellung mit dem Zusatz "Wenn die Kunst per Post kommt!" Die kleinformatigen Arbeiten des Saarbrücker Künstlers Günter Litwinschuh sind der Mail Art verpflichtet: Eine in den USA durchaus gepflegte, in Deutschland allerdings weniger bekannten Randerscheinung der Kunst

Weiskirchen. "Mail Art" ist der Titel einer Ausstellung mit dem Zusatz "Wenn die Kunst per Post kommt!" Die kleinformatigen Arbeiten des Saarbrücker Künstlers Günter Litwinschuh sind der Mail Art verpflichtet: Eine in den USA durchaus gepflegte, in Deutschland allerdings weniger bekannten Randerscheinung der Kunst. Dabei tauschen die Künstler Denkanstöße und Arbeiten per Postkarte aus. Die für den offenen Postversand notwendigen Briefmarken, Stempel und Aufkleber werden folgerichtig auch als Teil des Werkes betrachtet. Briefmarken bilden denn auch das Ausgangsmaterial für Litwinschuhs Farbstift-Arbeiten. Die fast miniaturhaft kleinen Werke entstehen in akribischer Feinarbeit unter der Lupe. Allerdings beschränkt sich der Künstler kaum einmal darauf, die Marken nur weiterzuzeichnen. Er bemächtigt sich vielmehr seiner Motive mit einem gehörigen Maß an Spottlust und karikiert die offiziellen Inhalte mit spürbarer Begeisterung. Nicht einmal nationale Ikonen wie J. W. v. Goethe entgehen da der Ironisierung und häufig auch Erotisierung, bis hinter der von Medien und Öffentlichkeit geschönten Fassade ganz alltägliche, allzu menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen sichtbar werden. Doch allzu ernst will Litwinschuh das alles nicht verstanden wissen, kommen doch die meisten Motive mit einem Augenzwinkern und mit einem manchmal geradezu vertrackten Humor daher. eilDie Ausstellung ist vom 1. März bis zum 27. April im Haus des Gastes, zu den Öffnungszeiten der Hochwald-Touristik (Montag bis Freitag, von 8.30 bis 17 Uhr und sonntags von 14 Uhr bis 16 Uhr) zu sehen.