Lob und Ausblick bei der Feuerwehr Weiskirchen

Feuerwehr Weiskirchen : Tag für Tag stellen sie sich in den Dienst ihrer Mitmenschen

Beim Beisammensein im Feuerwehrgerätehaus Weiskirchen resümierte Wehrführer Jürgen Barth über einige Besonderheiten. So konnte die Gemeinde mit einer Förderung durch den Landkreis von 60 Prozent einen neuen Einsatzleitwagen (ELW) mit Allradantrieb als Ersatz für ein Fahrzeug aus dem Jahre 1995 mit 350 000 Kilometer bestellen.

Dieses Fahrzeug hoffe man noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen zu können. Die Bedienung des Fahrzeuges wird durch Personal aus allen drei Löschbezirken erfolgen, denn aufgrund des Allradantriebes kann es kreisweit eingesetzt werden. „Es muss daher gewährleistet sein, dass hierfür immer besonders eingewiesenes Personal bereit steht“, betonte Barth. Die Schulung ist bereits angelaufen, weitere Wehrleute sind willkommen.

Damit sei aber der Bedarf an einem neuen Fahrzeug nicht gedeckt. So äußerte Barth mit flehendem Blick an den Bürgermeister die Bitte, das inzwischen 28 Jahre alte Feuerwehrfahrzeug TLF 16/25, genau so alt wie das Gerätehaus, in den Jahren 2020/21 durch ein HLF 3000 zu ersetzen. Erste Gespräche sollten zu einem erfolgreichen Abschluss führen. Ebenfalls sollten im nächsten Haushalt Gelder für die Bekleidung der Feuerwehrmänner und –frauen eingestellt werden, damit man komplett mit der notwendigen HUP-Bekleidung und Tagesdienstuniform ausgestattet sei.

Da der 28 Jahre alte Atemschutzkompressor den Geist aufgegeben hat, wurde, weil auch eine Ersatzbeschaffung oder Ertüchtigung über 25 000 Euro kostet, im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Losheim besprochen, dort die Atemschutzflaschen auffüllen zu lassen. Hierzu wurde ein Schlüssel übergeben, um zu jeder Tag- und Nachtzeit dort verbrauchte Flaschen füllen zu können. Um genügend Ersatzflaschen zu haben, wird der Flaschenpool im kommenden Jahr vergrößert. Vorab dankte Barth für die Bereitstellung der Gelder.

Bürgermeister Hübschen versicherte, dass die Gemeinde alles tun werde, um den Anforderungen der Feuerwehr gerecht zu werden, schließlich sind die Aufgaben und Einsätze vielschichtiger und komplexer geworden, so dass auch die Gerätschaften entsprechend ausgestattet sein müssen. „Verwaltung und Gemeinderat wissen eure Bereitschaft, im Dienst am Mitmenschen ehrenamtlich zu arbeiten, wohl zu schätzen. Von daher stehen wir alle hinter euch“, sagte der Verwaltungschef.

Grußworte sprachen auch Kreisbrandinspekteur Siegmund Bauer sowie Georg Flesch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverband. Bauer sagte, dass die Rettung von Menschen immer noch die gefährlichste Aufgabe der Feuerwehr sei, wenn gleich zahlreiche Einsätze der technischen Hilfeleistung dienen. Alle wollen raus, wir müssen rein, von daher muss zumindest das entsprechende Gerät vorhanden sein. Auch auf eine gute Ausbildung könne nicht verzichtet werden. Flesch wies in seinem Grußwort auf die Ausstellungen im Feuerwehrwesen in Merzig und Wadern hin, und bat darum, für einen Besuch im Familien- und Bekanntenkreis zu werben.

Beförderungen in Silber wurden von Bürgermeister Wolfgang Hübschen (Zweiter v. r.) im Beisein von Gemeindewehrführer Jürgen Barth (r.) vorgenommen. Foto: eb
Für 35- und 45-jährige aktive Wehrtätigkeit wurden mehrere Mitglieder der Feuerwehr geehrt. Foto: eb
Ehrungen gab es im Feuerwehrgerätehaus auch für 70-, 60- und 50-jährige Treue zum Feuerwehrwesen. Foto: eb

Abschließend wurden langjährige und verdiente Feuerwehrmänner und -frauen befördert sowie für ihre Treue besonders geehrt. Hierbei zollten Bürgermeister Wolfgang Hero sowie das Führungstrio Barth, Bauer und Flesch den Floriansjüngern Respekt dafür, dass sie sich Tag für Tag in den Dienst der Mitmenschen stellen. Zudem wurde für die allseits gewährte Unterstützung sowie für eine einvernehmliche Zusammenarbeit aller Beteiligten gedankt.

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