Kreis-Touristiker sieht großes Potenzial im Wildpark Weiskirchen

Kostenpflichtiger Inhalt: Kreis-Touristiker Peter Klein lobt Weiskirchen : Park besitzt ähnliches Potenzial wie die Saarschleife

„Der Wild- und Wanderpark in Weiskirchen hat durchaus das Potenzial, die überregionale Strahlkraft wiederzuerlangen, mit der beispielsweise unsere Saarschleife zu den touristischen Leuchtturm-Projekten im nördlichen Saarland gerechnet werden darf.“ Das findet Peter Klein, Geschäftsführer der Saarschleifenland Tourismus GmbH, der Tourismusgesellschaft des Landkreises.

Und Klein fährt im SZ-Gespräch fort: „Schließlich kennen alle älteren Saarländer diesen Park, den sie in ihren Kindestagen bei Tagesfreizeiten oder Klassenfahrten einmal besucht haben. Um diesen Leuchtturm wieder zu illuminieren, müsste halt nur einiges investiert werden.“

Mit seinem Planungskonzept für die Neugestaltung habe Tobias Misczyk, der neue Gemeindeförster, bereits die Grundlage für einen Neustart des Parks geschaffen, was auch von allen Ratsfraktionen ohne Gegenstimme befürwortet worden sei. Klein: „Die guten Ideen warten also fix und fertig in der Schublade, was fehlt sind die erforderlichen Mittel für unverzichtbare Investitionen.“ Der Kreis-Touristiker teilt die Einschätzung von Bürgermeister Wolfgang Hübschen, dass hier in erster Linie die Landesregierung gefragt ist. Mit einer modernen Form von Private-Public-Partnership, also der Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Investoren, müsse dieses touristische Projekt aus seiner Sicht zu stemmen sein.

Der Anfang dazu sei bereits gemacht worden, sagt Klein und erinnert an den privaten Kletterpark von Peter Görke oder die Wildparkalm, die von Katja Selzer-Groß und ihrem Mann mit viel Elan auf Vordermann gebracht worden sei. Auch die längst vorhandene Anbindung des Parks mit dem Infozentrum und den Premium-Wanderwegen an das touristische Netzwerk böte wichtige Voraussetzungen dafür, dass nach der in Angriff genommenen Neuaufstellung des Wild- und Wanderparks in Weiskirchen wieder Wertschöpfung stattfinden könnte.

Peter Klein. Foto: LandkreisMerzig-Wadern

Von der neuen Konzeption für den Park verspricht sich auch der Vorsitzende des Gewerbeverbandes Weiskirchen, Norbert Louis, eine deutlich verbesserte Wertschöpfung regionaler Ressourcen: „Genau die hat Weiskirchen dringend nötig.“ Deshalb unterstütze der Verband diese Bemühungen ohne Wenn und Aber. Wenn der Wild- und Wanderpark endlich die überregionale Bedeutung bekäme, die ihm eigentlich zustehe, wäre dies ein Segen für den Kurort. Louis: „Die meisten Unternehmen in Weiskirchen würden davon zumindest indirekt profitieren. Und dies würde in der Folge zwangsläufig für die Hochwaldgemeinde mehr sichere Arbeitsplätze und ein wachsendes Steueraufkommen mit sich bringen.“

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