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Konzept soll vor Sommerpause vorliegen

Blick auf das Haus Josten: Hier soll ein Domizil für Vereine entstehen. Foto: WERNER Krewer
Blick auf das Haus Josten: Hier soll ein Domizil für Vereine entstehen. Foto: WERNER Krewer FOTO: WERNER Krewer
Weiskirchen. Weiskircher Gemeinderat beschäftigte sich mit der Zukunft von Haus Josten. Möglichkeiten sind: Abriss, Neubau oder Umbau. Ein Kurzgutachten soll her. Erich Brücker

Zügig und ohne große Diskussionen haben die Mitglieder des Weiskircher Gemeinderates im Sitzungssaal des Rathauses die Tagesordnung ihrer jüngsten Sitzung abgewickelt und durchweg einstimmige Beschlüsse gefasst. So gab es ein positives Signal, das gemeindeeigene Gebäude "Haus Josten", das laut Antrag der CDU-Fraktion den nutzenden Vereinen übertragen werden soll, gemäß Empfehlung von Verwaltung und Bauausschuss einer Untersuchung hinsichtlich seines baulichen Zustandes zu unterziehen. Derzeit stehen die Varianten Abriss und Neubau sowie als Alternative ein Umbau im Raum. Einem Architekturbüro wurde nunmehr die Erstellung eines Kurzgutachtens übertragen. "Mit diesem Kurzgutachten werden diese Varianten einem kostenmäßigen Vergleich unterzogen", führte Bürgermeister Werner Hero aus. Vor der Sommerpause sollte dieses Gutachten vorliegen, um dann zusammen mit den Vereinen, die eine spätere Betreibung anstreben, ein Konzept hierüber zu entwickeln.


Im Jahre 2007 hatte die Gemeinde Weiskirchen das Anwesen nach längerem Leerstand im Hinblick auf eine städtebauliche Entwicklung und Ortskernsanierung gekauft. Zuvor war im Gebäude ein Gasthaus mit Pension und Übernachtung, später eine Poststelle. Bislang haben der DRK-Ortsverein, der mittlerweile seine Bleibe im alten Pfarrhaus in Konfeld hat, Männergesangverein und Karnevalsverein Räumlichkeiten in dem Haus genutzt. Weitere Vereine wie Laienschauspielgruppe, Musikverein und Jugendclub haben Ansprüche auf Nutzung des Gebäudes bereits angemeldet, sodass eine Übertragung an die interessierten Vereine nach erfolgter Renovierung oder Neubau auch Sinn macht. "Das Interesse der Vereine, Leben in das Haus zu bringen, ist nach wie vor noch vorhanden, zumal in Weiskirchen keine Versammlungsstätte für Veranstaltungen für rund 150 Personen gegeben ist", teilte Harald Meiers, der Vorsitzende der Laienschauspieler auf SZ-Anfrage mit. Ein Konzept mit Vorstellungen für eine spätere Nutzung habe man der Verwaltung bereits vorgelegt.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde ein Gesamtkonzept der Verwaltung zur Schaffung von zusätzlichen Kindergartenplätzen in den Kindertagesstätten der Kurgemeinde. Dieses Konzept war aufgrund der bis Januar 2017 eingereichten Anträge der verschiedenen Träger der Kindertageseinrichtungen und im Hinblick auf die Entwicklungsplanung für die Jahre 2018 bis 2020 der Gemeinde aufgestellt worden. Vom Bildungsministerium war ein Ü3-Sofortprogramm zur Förderung von Investitionen zur Schaffung zusätzlicher Kindergartenplätze in Kindertageseinrichtungen aufgelegt worden. "Alles wird realisiert wie vorgeschlagen", beteuerte Bürgermeister Hero, womit sich auch die anwesenden Kindergarten-Mitarbeiterinnen zufrieden zeigten. Vorrangig spricht sich die Verwaltung aufgrund des ungenügenden Zustandes der Einrichtung für den Antrag der Jugendhilfe St. Maria aus, um die Einrichtung auf Dauer aufrechterhalten zu können. Demnach wurde im Rahmen des Ü3-Sofortprogramms ein inklusives Elementarzentrum im Haupthaus der Jugendhilfe geschaffen mit sieben Kindergartenplätzen, fünf neuen Krippenplätzen sowie fünf neuen integrativen Plätzen, wobei die integrativen Plätze bei Nichtbedarf als Regelplätze genutzt werden können. Der Kostenanteil der Gemeinde beträgt bei diesem Projekt etwa 382 000 Euro. Dazu sollen in der Kindertageseinrichtung Rappweiler-Zwalbach die seit Januar 2017 eingerichteten zwölf zusätzlichen Kindergartenplätze vorerst bis Juli 2018 erhalten bleiben. Im Rahmen des Ü3-Sofortprogramms waren Zuschüsse für Anschaffungsgegenstände und notwendige Anstreicharbeiten beim Ministerium beantragt worden.



Der finanzielle Gemeindeanteil beträgt bei Gesamtkosten von 4500 Euro nur 1800 Euro, denn Land und Landkreis tragen hälftig die restlichen. Hinsichtlich der Übernahme der Personalkosten in Höhe von zehn Prozent hat die Gemeinde der Kita gGmbH eine Zusage bis vorerst Juli 2018 erteilt.

Danach werden die Kinderzahlen überprüft und entschieden, ob die zusätzlich eingerichteten Kindergartenplätze in Rappweiler/Zwalbach weiter benötigt werden. Der Antrag der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer in Konfeld für die Schaffung von fünf weiteren Kindergartenplätzen durch bauliche Maßnahmen soll vorerst zurückgestellt werden, wird aber für den Entwicklungsplan 2018 - 2020 gemeldet. Nach erster Kostenschätzung beläuft sich die Maßnahme auf 221 000 Euro. Der Gemeindeanteil ist noch nicht beziffert.