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Kommunionkinder können Teile des Garten in Jugendkirche Mia besuchen

Szenen des Wadriller Ostergarten zu sehen : Markante Stationen der Leidensgeschichte

Teile des Wadriller Ostergartens waren für die Kommunionkinder aus Wadern und Weiskirchen in Rappweiler zu sehen

Mit dem Ostergarten, erstmals vor vier Jahren im Pfarrheim Wadrill durch ein ehrenamtliches Team der Pfarreiengemeinschaft Wadern und Weiskirchen unter Leitung von Pfarrgemeindereferentin Tanja Buchheit-Thewes und Kollege Jörg Mang aufgebaut, wird die Frohe Botschaft Jesu Christi weitergetragen und erfahrbar gemacht. Drei Jahre lang erfreute sich der Ostergarten innerhalb der Gläubigen, Schul- und Kindergartenkinder in der Hochwaldregion einer großen Resonanz. „Im Vorjahr musste er coronabedingt ausfallen. Das wollten wir in diesem Jahr nicht mehr, denn der Ostergarten war eine gute Möglichkeit für unsere Gläubigen, sich während der Karwoche auf die österlichen Festtage einzustimmen“, sagen die Pfarrreferenten im Gespräch mit der SZ.

Mit der Jugendkirche MIA in Rappweiler habe man eine große Räumlichkeit gefunden, um den Ostergarten zwar nicht in seiner üblichen Form  aufzubauen. Aber es konnten die markanten Stationen der Leidensgeschichte Jesu Christi aufgestellt werden. Auch konnten nicht alle Gläubigen zum Besuch eingeladen werden. „Wir haben lediglich den Erstkommunionskindern der Pfarreien mit einem Elternteil innerhalb mehrerer erlaubter Gruppengottesdienste die Möglichkeit geboten, den Ostergarten multimedial in kleinen Gruppen zu besuchen“, betonte Mang, der neben seinem bewährten Team auch von zwei Hochschulstudenten Unterstützung erhielt. Vor wenigen Tagen ging die Aktion in Rappweiler über die Bühne.

Miriam Ritter und Kevin Mayer studieren an der Katholischen Hochschule in Mainz Praktische Theologie und Soziale Arbeit und absolvieren in den Pfarreien Wadern und Weiskirchen ein Praktikum, in dem beide erstmals mit einem Ostergarten in Berührung kamen.

„Ich kenne den ‚echten’ Ostergarten nur durch Erzählungen und Bilder von unseren beiden Mentoren. Durch diese Darstellungen konnte ich deutlich erkennen, wie viel Freude und Spaß alle Beteiligten an dem Ostergarten hatten, sowohl das Vorbereitungsteam als auch die Besucher selbst. Mit dem alternativen Ostergarten versuchten wir, den Kommunionskindern zu zeigen, dass auch in der Corona-Pandemie Aktionen stattfinden können, wenn auch etwas anders als gewöhnlich“, schilderte die 21-Jährige Miriam ihre Eindrücke. Mit den Kindern, die sich sehr über das Angebot des Ostergartens gefreut haben, sich damit auf die Reise in die Zeit Jesu einzulassen, habe ihr sehr viel Freude bereitet. Für Studienkollege Kevin, ebenfalls erstmals mit einem Ostergarten konfrontiert, war es eine tolle Erfahrung, mit dem freiwilligen Helferteam den alternativen Garten aufbauen zu können, sowie den Kommunionskindern von den letzten Tagen Jesu zu erzählen, die anhand von Symbolen und Bildern dies verdeutlichten. „Ich durfte in gespannte Gesichter schauen“, sagte Kevin, der darauf hofft, dass es im nächsten Jahr wieder möglich sein wird, den Ostergarten richtig entstehen zu lassen, sodass er diesen auch mal richtig erleben könne.

Im Ostergarten wird die Leidensgeschichte Jesu Christi dargestellt, innerhalb eines Sinnenweges zur Einstimmung auf das Osterfest. Diese beginnt mit dem umjubelten Einzug Jesus nach Jerusalem und das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Die Geschehnisse im Garten Getsemani, das Zwiegespräch Christi mit seinem himmlischen Vater ist zu hören. Der Verkauf für 30 Silberlinge durch den Apostel Judas, die Verleugnung durch den Apostel Petrus sowie die Anklage und Verurteilung durch Pilatus wird eindrucksvoll geschildert. Dazu werden Kreuzigung und Auferstehung bis in die letzte Station, den Ostergarten, der neues Leben symbolisiert, dargestellt. Vom Ostergarten führt der Weg ins Heute und endet mit dem gemeinsamen Vater-Unser-Gebet.