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Weiskirchen
Mit Freundlichkeit und Service überzeugt

 Weiskirchens Bürgermeister Wolfgang Hübschen (rechts) freut sich mit Herbergsleiter Andrei Lehene (mit der Urkunde) und seinem Team über die Auszeichnung für das Weiskircher Haus.
Weiskirchens Bürgermeister Wolfgang Hübschen (rechts) freut sich mit Herbergsleiter Andrei Lehene (mit der Urkunde) und seinem Team über die Auszeichnung für das Weiskircher Haus. FOTO: Dieter Ackermann
Weiskirchen. Jugendherberge in Weiskirchen heimst Auszeichnung durch Dachverband nach Gästebefragung ein. Von Dieter Ackermann

In der Kategorie „Service und Freundlichkeit“ schnitt die Hochwald-Jugendherberge in Weiskirchen im vergangenen Jahr unter 44 Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und Saarland eindeutig am besten ab. Dafür gab es jetzt bei der feierlichen Auszeichnung durch den Jugendherbergs-Verband in Trier eine schmucke Urkunde. Als einer der ersten gratulierte Weiskirchens Bürgermeister Wolfgang Hübschen dem glücklichen Leiter Andrei Lehene sowie seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Diese Auszeichnung genießt schon deshalb einen hohen Stellenwert, weil sie aus einer objektiven Online-Befragung aller Jugendherbergs-Besuchern resultiert.


Lehene, der seit zwei Jahren für die Betriebsführung in Weiskirchen verantwortlich ist, berichtete im Gespräch mit der SZ, wie diese Online-Befragung abläuft: „Alle Gäste werden bei der Abreise um ihre E-Mail-Adresse gebeten. Wenig später erhalten sie ein Anschreiben des Jugendherbergs-Verbandes, in dem sie aufgrund ihrer bei uns gemachten Erfahrungen um eine Bewertung in verschiedenen Kategorien gebeten werden.“ Und der Herbergsleiter fuhr fort: „Da wir in der Kategorie Service und Freundlichkeit mit 4,94 von fünf möglichen Sternen bewertet wurden, dürfen wir uns jetzt mit Fug‘ und Recht als Jugendherberge mit Herz bezeichnen.“

Dass es in den anderen Kategorien wie Verpflegung oder Dekoration nicht so viele Punkte „hagelte“, muss wohl der Tatsache zugeschrieben werden, dass diese schön am Hang gelegene Jugendherberge bereits im Jahr 1928 errichtet worden ist. Die bis zu 14 Mitarbeiter (in der Hochsaison), die sich hier zum Teil schon seit 24 Jahren für die Herbergsgäste engagieren, können sich noch gut daran erinnern, dass das inzwischen in die Jahre gekommene Gebäude in 2007/08 schon einmal von Grund auf saniert und in 2016/17 noch einmal renoviert worden ist.



Der Bürgermeister legte in diesem Zusammenhang noch großen Wert auf die Feststellung, dass diese Jugendherberge für die Gemeinde Weiskirchen nach wie vor eine wichtige Rolle spielt. Die attraktive Tourismus-Gemeinde wisse ihren Stellenwert für das gesamte Besucherangebot durchaus zu schätzen. Hübschen: „Deshalb denken wir im Rathaus auch darüber nach, wie unsere Jugendherberge demnächst einmal modernisiert werden kann.“

Noch allerdings müssen die Verantwortlichen um Lehene herum mit der Tatsache leben, dass die meisten Zimmer nur mit einer Waschgelegenheit ausgestattet sind, während Toiletten und Duschen auch über Flure zu erreichen sind.

Nicht zuletzt den vor wenigen Tagen offiziell festgestellten und urkundlich bestätigten ausgezeichneten Service in Verbindung mit der unübertroffenen Freundlichkeit des Herbergs-Teams interpretiert nicht allein der Bürgermeister als sicheres Indiz dafür, dass sich die Verantwortlichen hier immer wieder einiges einfallen lassen, um ihre Gäste nachhaltig zu beeindrucken.

Angesichts der jüngsten Auszeichnung kann es auch kaum überraschen, dass sich inzwischen viele Familien, Einzelreisende, Schulklassen oder Sportgruppen immer wieder gerne als Stammgäste in der Hochwald-Jugendherberge verwöhnen lassen. Selbst an zufriedene Gäste aus Korea, aus Italien oder selbst aus China können sich die freundlichen Gastgeber noch gut erinnern – auch wenn sie diese nicht unbedingt als Stammgäste bezeichnen würden.

Klar, dass inzwischen so manche Anekdote die langjährige Geschichte schmückt. Lehene schmunzelt, wenn er sich an eine Gruppe angehender Rechtsanwälte erinnert, die bei ihrem Aufenthalt nicht weniger als 24 Kästen Bier konsumierten – mit dem Ergebnis, dass sich zwei von ihnen zu fortgeschrittener Stunde – natürlich vergeblich – in Tiefkühltruhen zur Ruhe begeben wollten.

Aber Alkohol habe natürlich nur bei dieser Studienabschlussfeier eine Rolle gespielt. Der Leiter: „Wir sorgen dafür, dass sich bei uns Familien und Gruppen ebenso wie Einzelreisende aus allen Altersgruppen wohlfühlen.“