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In Weiskirchen machen 160 Vergissmeinnicht auf das Thema Demenz aufmerksam

Weiskirchen : Bunte Blüten sollen zum Nachdenken über das Thema Demenz anregen

Gemeinde Weiskirchen pflanzt im Rahmen einer landesweiten Initiative des Gesundheitsministeriums 160 Vergissmeinnicht-Pflänzchen direkt am Rathaus.

Mit rund 160 frisch gepflanzten Vergissmeinnicht-Pflanzen am Verbindungsweg zwischen Rathaus und Staudengarten haben die Verantwortlichen im Weiskircher Rathaus gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Tourismusgemeinde hat damit zum einen das landesweite Engagement der Landesregierung nicht vergessen, die Saarländer für das Thema „Demenz geht uns alle an“ zu sensibilisieren. Zum anderen griff man mit dieser Pflanzaktion die Anregung von Umweltberaterin Dr. Heike Glatzel auf, die beim Atmosphäre-Check in Weiskirchen im Februar eine schmucke Bepflanzung genau an dieser Stelle ins Spiel gebracht hatte (die SZ berichtete).

Auch weil man in der finanzschwachen Gemeinde jeden Euro gleich zweimal umdrehen muss, bevor er ausgegeben werden kann, nahm das Rathaus nur zu gerne das Angebot des Gesundheits-Ministeriums an, die entsprechenden Vergissmeinnicht-Pflanzen für eine Gesamtfläche von etwa zehn Quadratmeter zur Verfügung zu stellen. Die blauleuchtenden Blumengrüße sollen im Schatten des Rathauses auch dazu beitragen, dass das Thema „Demenz geht uns alle an“ auch in Weiskirchen nicht vergessen wird.

Der Demenz-Kampagne „Aktion Vergissmeinnicht“ des Ministeriums haben sich laut eigenen Angaben jetzt im zweiten Jahr insgesamt 45 saarländische Kommunen angeschlossen. „Mit der Aktion wollen wir erreichen, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Demenz beschäftigen“, erklärte Ministerin Monika Bachmann in ihrer Einladung zur Teilnahme.

Wie Weiskirchens Bürgermeister Wolfgang Hübschen erklärte, gibt die Gemeinde hierzu sozusagen einen blühenden Denkanstoß: „In Weiskirchen haben wir vor knapp zwei Wochen im Bereich des Rathauses etwa 160 Vergissmeinnicht-Pflanzen gesetzt und mit einem extra Hinweisschild ‚Demenz geht uns alle an’ des Gesundheitsministeriums versehen.“ Der Bürgermeister war mit dem Resultat der Aktion sichtlich zufrieden: „Es ist schön, wenn man bei einer solchen Gelegenheit – auch in Corona-Zeiten – das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann“, betonte der Rathauschef zum Abschluss.