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Großzügiger Zuschuss für Naturpark

Großzügiger Zuschuss für Naturpark

Für 71 600 Euro soll der Naturpark Saar-Hunsrück weiter als Wirtschafts- und Erholungsstandort ausgebaut werden.

Dieser Tage hatte der Verein "Naturpark Saar-Hunsrück" in seinem Informationsbüro am Wildpark in Weiskirchen Besuch von Roland Krämer, dem Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. 71 600 Euro überreichte der Vertreter von Umweltminister Reinhold Jost in Form eines symbolischen Schecks an Gudrun Rau, die Geschäftsführerin des Vereins. "Wir unterstützen den Trägerverein sehr gerne mit einer institutionellen Förderung, denn dies ist eine Investition für die Menschen und in die ländliche Region sowie deren Strukturen. Denn der Verein leistet im Rahmen der Zielsetzungen seines Handlungsprogramms eine unverzichtbare Entwicklungsarbeit für die Dörfer und ist eine wichtige Säule im Bereich der Umweltbildung für die Menschen", betonte Krämer.

Mit von der Partie: der Vorstandsvorsitzender des Naturparks Dr. Matthias Schneider (Landrat Kreis Birkenfeld) sowie Helma Kuhn-Theis, Beigeordnete der Gemeinde Weiskirchen, Lydia Hoff-Güdelhofer, Leiterin des Naturpark-Info-Zentrums Weiskirchen, sowie Sinah Boussonville, Mitarbeiterin im Umweltministerium. "Das Geld ist gut angelegt", versicherte die Geschäftsführerin. Es gelte, die Schönheit und Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft im Naturpark Saar-Hunsrück zu bewahren und weiter zu entwickeln, um den Naturpark als attraktiven Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsstandort mit Zukunftschancen zu sichern und auszubauen. Der Naturpark Saar-Hunsrück ist ein seit nahezu 40 Jahren bestehendes, grenzüberschreitendes und großräumiges Schutzgebiet nach Naturschutzrecht im Saarland und Rheinland-Pfalz.

Aufgrund seiner facettenreichen, kulturlandschaftlichen Ausprägung ist er geeignet für natur- und landschaftsgebundene Erholung. Seine Landschafts- und Gebietskulisse setzt sich aus dem südwestlichen Hunsrück, dem Saargau und dem Saartal mit seinen begleitenden Höhenzügen zusammen. Über die Hälfte der insgesamt 2055 Quadratkilometer großen Naturparkfläche liegt im Saarland und umfasst die Landkreise Merzig-Wadern, St. Wendel, Saarlouis und Neunkirchen. Dort wird eine nachhaltige Form des Tourismus gefördert, bei der die Interessen von Naturschutz und Landschaftspflege gewahrt bleiben. Viele Orte identifizieren sich mit dem Naturpark, der Basis für eine nachhaltige Regionalentwicklung ist, und nutzen das Potenzial im Tourismusbereich für Vermarktungsinitiativen oder Aktionsprogramm rund um das Thema Natur und Mensch.

"Wir wünschen uns, dass alle Regionen die Vorteile erkennen, die der Naturpark mit sich bringt. Eine stärkere Zusammenarbeit nutzt nicht zuletzt der Zukunftsfähigkeit dieser Region", sagte Krämer. "Unsere Gemeinde, eine der ersten im Saarland, die für Tourismus und Naherholung steht, ist stets an der Seite des Trägervereins", sagte Helma Kuhn-Theis. Ziel aller Kommunen im Naturpark sollte eine gemeinsame Vermarktung ihrer besonderen Merkmale sein. Davon profitierten alle.

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 Vulkanische Härtlinge im Bohnental. Foto: Naturpark Saar-Hunsrück/Eric Glansdorp
Vulkanische Härtlinge im Bohnental. Foto: Naturpark Saar-Hunsrück/Eric Glansdorp Foto: Naturpark Saar-Hunsrück/Eric Glansdorp

Unterschiedliche Schwerpunkte Saarland: Im Naturpark soll die zur Erholung der Bevölkerung und für naturverbundenen Tourismus hervorragend geeignete Mittelgebirgslandschaft mit ihren die Landschaft prägenden Merkmalen, wie ausgedehnten Laubmischwälder, vielfältig strukturierte Agrarlandschaften mit Grünland in den Auen, naturnahen Bäche, den Dörfern und Siedlungen erhalten und entwickelt werden. Rheinland-Pfalz setzt sich für die Erhaltung der landschaftlichen Eigenart und Schönheit ein, ebenso für den Erholungswert.