"Good morning to Richmond"

Weiskirchen. In seinem Büro in der Eichenlaubschule in Weiskirchen sitzt Leiter Günter Peifer vor seinem Computer. "Good morning to Richmond", sagt er in eine kleine Kamera, die oben auf seinem Bildschirm steht. In einer Video-Konferenz über das Internet spricht er mit der Leiterin der Tuckahoe Middle School in Richmond im US-Bundesstaat Virginia

Weiskirchen. In seinem Büro in der Eichenlaubschule in Weiskirchen sitzt Leiter Günter Peifer vor seinem Computer. "Good morning to Richmond", sagt er in eine kleine Kamera, die oben auf seinem Bildschirm steht. In einer Video-Konferenz über das Internet spricht er mit der Leiterin der Tuckahoe Middle School in Richmond im US-Bundesstaat Virginia. Während es in Weiskirchen bereits 14 Uhr ist, hat der Schultag in Richmond gerade erst begonnnen, denn dort ist es acht Uhr morgens. Rund 6600 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Weiskirchen und Richmond. Trotzdem sollen Schüler der Eichenlaubschule und der Tuckahoe Middle School am 9. März gemeinsam an einer Unterrichtsstunde teilnehmen. Deshalb gab es kürzlich eine erste Absprache zwischen Peifer und seiner Kollegin in Richmond. Die gemeinsame Unterrichtsstunde soll mit Hilfe des Internets möglich gemacht werden. In der Biologiestunde sollen die deutschen und amerikanischen Schüler etwas über Fische lernen. "Es geht darum, wie sich bestimmte Merkmale vererben", erklärt Stephanie Kleissinger. Die Realschullehrerin unterrichtet Biologie und Englisch an der Eichenlaubschule und ist für den Bilingualen Zug der Schule verantwortlich. Bei dem Gespräch mit der Schulleiterin aus Richmond unterstützt sie Peifer. Die virtuelle Unterrichtsstunde im Fach Biologie soll nur der Beginn einer Partnerschaft zwischen den beiden Schulen sein. "Im achten Schuljahr sollen sich die Schüler per E-Mail kennen lernen, im neunten Schuljahr sollen sie sich dann gegenseitig besuchen", erzählt der Schulleiter.Unterstützt wird die virtuelle Unterrichtsstunde von Lorin Wharton vom MathScience Innovation Center in Richmond. "Die moderieren die Stunde", sagt Peifer. Die Schüler in Weiskirchen sollen für den Unterricht auf bis zu sechs Klassenräume aufgeteilt werden. "Bei uns können bis zu 120 Schüler an der Stunde teilnehmen", erzählt Peifer. In jedem Raum wird ein Computer mit einer Kamera stehen. So können die Schüler der Klassen acht, neun und zehn verfolgen, was gerade in Richmond passiert und den amerikanischen Schülern ihre Ergebnisse der Übungsaufgaben präsentieren. Damit alle das gleiche Material haben, ist ein Paket mit Arbeitsblättern in Weiskirchen eingetroffen. "Ich denke schon, dass wir mit dieser virtuellen Unterrichtsstunde einzigartig sind im Saarland", ist Peifer überzeugt.Der Kontakt zu der amerikanischen Schule ist über das Deutsch-Amerikanische Institut in Saarbrücken hergestellt worden. "Die haben uns angesprochen, ob wir mitmachen wollen", sagt Peifer. Warum gerade die Tuckahoe Middle School ausgesucht wurde, dafür gibt es einen einfachen Grund: "Die haben Deutschunterricht an der Schule", erklärt Kleissinger.

Hintergrund"Ab der fünften Klasse fangen wir mit englischem Zusatzunterricht an", erzählt Peifer. Wer das bilinguale Angebot nutzen will, erhält zusätzlichen Englisch-Unterricht. In der neunten Klasse haben die Schüler Biologie-Unterricht in der Fremdsprache. "Der bilinguale Zug dient dazu, die Kommunikationsfähigkeit in der englischen Sprache zu steigern", erklärt Peifer. son