| 20:17 Uhr

Bürgermeisterwahl
Gerrit Oestreich (FDP) will Bürgermeister werden

Der FDP-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Weiskirchen, Gerrit Oestreich.
Der FDP-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Weiskirchen, Gerrit Oestreich. FOTO: FDP
Weiskirchen. (cbe) Bei der Bürgermeisterwahl in Weiskirchen am 3. Juni geht noch ein fünfter Kandidat ins Rennen: Die FDP-Hochwald und der FDP Gemeindeverband Weiskirchen wählten jeweils einstimmig ihren Vorsitzenden Gerrit Oestreich zum Kandidaten für den Wahlgang in Weiskirchen. Dies gab die Partei jetzt bekannt. Der 51-jährige Diplom-Geograph Oestreich ist seit 2009 Mitglied im Gemeinderat Weiskirchen. Hauptberuflich ist er Leiter der Tourist-Information der Stadt Ottweiler. Zusammen mit seiner Partnerin, die in Wadern selbständig ist, hat er drei Kinder.

(cbe) Bei der Bürgermeisterwahl in Weiskirchen am 3. Juni geht noch ein fünfter Kandidat ins Rennen: Die FDP-Hochwald und der FDP Gemeindeverband Weiskirchen wählten jeweils einstimmig ihren Vorsitzenden Gerrit Oestreich zum Kandidaten für den Wahlgang in Weiskirchen. Dies gab die Partei jetzt bekannt. Der 51-jährige Diplom-Geograph Oestreich ist seit 2009 Mitglied im Gemeinderat Weiskirchen. Hauptberuflich ist er Leiter der Tourist-Information der Stadt Ottweiler. Zusammen mit seiner Partnerin, die in Wadern selbständig ist, hat er drei Kinder.


FDP-Mann Oestreich sieht nach eigenem Bekunden in dem freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinde Weiskirchen mit den Nachbarkommunen und der damit einhergehenden Änderung der Verwaltungsstrukturen „den einzigen Weg, diese kommunale Verschuldung überhaupt noch in den Griff zu bekommen, ohne die Bürger durch stetig steigende Steuern und Abgaben ständig weiter zu belasten“.

Weiskirchen habe einen immensen Verschuldungsgrad, betont Oestreich: Seit Ende 2016 übersteige bereits das Fremdkapital das Eigenkapital der Gemeinde; die Schuldensumme liege derzeit bei 30 Millionen Euro, „und jährlich steigen diese Schulden um weitere zwei Millionen Euro“, so Oestreich. Zusätzlich müsse die Kommune auf der Ausgabenseite bis 2024 jährlich 130 000 Euro gegenüber dem Vorjahr einsparen, um den Haushalt überhaupt noch genehmigt zu bekommen. „Hier gibt es bei einer Beibehaltung der jetzigen Verwaltungsstrukturen kaum noch Gestaltungsspielräume, sondern fast nur noch Kürzungslisten, wie es die schon angedachte Freibad-Schließung belegt“, findet Oestreich.



Der freiwillige Zusammenschluss von Kommunen werde nicht nur seit langem von der FDP-Hochwald befürwortet. Auch im Koalitionsvertrag der aktuellen Landesregierung – „insbesondere seitens des Innenministers Klaus Bouillon“ – sind solche Zusammenschlüsse ausdrücklich erwünscht und sollen auch finanziell unterstützt werden, sagt Oestreich – „was in Anbetracht der Schuldenlage von Weiskirchen für die Nachbarkommunen auch zwingend notwendig ist“.

Ein weiteres Hauptthema stellt für den FDP-Kandidaten nach eigener Aussage die Stärkung des Bereichs Tourismus als wichtigen Wirtschaftszweig für die Hochwaldregion dar. Oestreich: „Auch hier ist die Kurgemeinde Weiskirchen zu klein, um touristisch als eigenständige Destination wahrgenommen zu werden. Das touristische Profil muss nach Auffassung des Liberalen glaubwürdig und nachhaltig weiterentwickelt werden.“

Dementsprechend seien die bereits vorhandenen touristischen Angebote aus aktueller Sicht zu bewerten, zu optimieren oder eventuell auch zurückzubauen. „Fehlende Angebote in der Profilierung müssen ergänzt und die Gesamtheit der Angebote durch eine sinnvolle Vernetzung und Einbindung der Leistungsträger vor Ort aufgewertet werden“.