Gegen Ausgrenzung, für Toleranz

Weiskirchen. Schon zum dritten Mal nimmt die Eichenlaubschule Weiskirchen an dem europäischen Schulpartnerschaftsprogramm Comenius als koordinierende Schule teil. Partnerländer sind diesmal Luxemburg, Italien und Tschechien, die auch von ihren nationalen Agenturen die Genehmigung zur Teilnahme an dem Projekt erhalten haben

Weiskirchen. Schon zum dritten Mal nimmt die Eichenlaubschule Weiskirchen an dem europäischen Schulpartnerschaftsprogramm Comenius als koordinierende Schule teil. Partnerländer sind diesmal Luxemburg, Italien und Tschechien, die auch von ihren nationalen Agenturen die Genehmigung zur Teilnahme an dem Projekt erhalten haben. Zum Start des Projektes, das über einen Zeitraum von zwei Jahren läuft, konnte die Eichenlaubschule eine Gruppe von Lehrern aus Tschechien, Italien und Luxemburg und Schüler aus Tschechien in Weiskirchen begrüßen. Der Titel dieses europäischen Schulpartnerschaftsprogramms lautet "We are like you, we are European, too - Europe, a vine and its branches" - ein Programm gegen Intoleranz, Vorurteile, Ausgrenzung und Diskriminierung. Ziel ist das Erkennen und Akzeptieren von Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie die Erziehung zu mündigen, verantwortungsbewussten europäischen Bürgern. Bei dem Projekt geht es um Integration auf europäischer Ebene, aber auch um Integration auf nationaler Ebene, insbesondere von Familien mit Migrationshintergrund. Schüler, Lehrer und Eltern sollen für die verschiedenen Probleme sensibilisiert werden. Während des ersten Projekttreffens wurde ein Plan erstellt, wie die Partnerschulen in den nächsten beiden Jahren zusammenarbeiten wollen. Aufgaben wurden verteilt und die nächsten Treffen wurden terminiert. Die Genehmigung durch die jeweilige nationale Agentur schließt auch die Bereitstellung von Geldmitteln für die Projektarbeit und die Mobilitätsmaßnahmen ein. Die rumänische Schule aus Barlad, zu der die Eichenlaubschule und die Partnerschule aus Luxemburg durch das letzte Comenius-Projekt partnerschaftliche Beziehungen aufgebaut hatten, erhielt wegen der Vielzahl der rumänischen Projektanträge keine Genehmigung zur offiziellen Mitarbeit. Es wurde aber beschlossen, die Schule mit in das Projekt einzubinden. Der Kontakt während des Projekttreffens wurde durch eine Video-Schaltung per Internet hergestellt. Im ersten Projektjahr wird die Situation an der eigenen Schule/in der eigenen Region beschrieben. Durch die Erstellung eines geeigneten Fragebogens werden Schwierigkeiten, Probleme, Hoffnungen und Wünsche der betroffenen Schüler in Erfahrung gebracht. Anschließend sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Kulturen und im Alltag gesammelt werden. Lösungsvorschläge und geeignete Maßnahmen zur Abhilfe und zur Verbesserung der Situation werden erarbeitet. Als letzten Schritt stellt sich die Frage: "Was können wir voneinander lernen? Was kann zukünftig getan werden, um die Situation für alle Beteiligten zu entlasten?" red