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Projekt „DoppelEinhorn“ begeistert Schüler der Eichenlaubschule
Ein Zeichen setzen gegen Hass und Hetze

Gegen Hetze und Anfeindungen im Internet: Die Neuntklässler der Eichenlaubschule Weiskirchen zeigten sich von dem Projekt „DoppelEinhorn“ begeistert.
Gegen Hetze und Anfeindungen im Internet: Die Neuntklässler der Eichenlaubschule Weiskirchen zeigten sich von dem Projekt „DoppelEinhorn“ begeistert. FOTO: Eichenlaubschule
Weiskirchen. Soziale Medien im Internet haben sich zu Plattformen der Hetze entwickelt. Ein Projekt der Eichenlaubschule kämpft jetzt dagegen an.

() „Herz statt Hass“ oder „Hass macht hässlich“ – das waren nur zwei der vielen Botschaften, die das Projekt „Doppeleinhorn“ den Schülern der 9. Klasse der Eichenlaubschule Weiskirchen (ELS) vermittelte. Einen kompletten Schultag waren Rapper EstA, Musiker Eric Philippi, Gitarrist Eric Maier, Rou Ben Christ von „Outdoor Nation“, Dennis Keller von „Ungekocht Geniessbar“ und Schauspieler Pascal Kappes an der Weiskircher Gemeinschaftsschule zu Gast. Die jungen Referenten versuchten die Schüler für die Themen „Cybermobbing“ und „Hate Speech“ zu sensibilisieren und so ein klares Zeichen gegen Hass, Hetze und Intoleranz im Netz zu setzen.


Nach einem gemeinsamen Start ging es für jede Klasse in einen Workshop, der von einem der Referenten übernommen wurde. Diese berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen und machten damit deutlich, wie schnell jeder Einzelne im Internet Opfer von „Hate Speech“ werden kann. Ihre eindringliche Botschaft an die Jugendlichen: „Mit dem Internet stehen wir alle in der Öffentlichkeit, dessen muss man sich immer bewusst sein!“ Profile sollten immer „persönlich“ sein und man sollte lieber zweimal überlegen, welche Kommentare man schreibt oder welche Bilder man im Netz mit wem teilt.

Rou Ben Christ war Gast in der 9b. Der Gründer von „Outdoor Nation“ gab den Schülern Tipps zum Umgang mit den Anfeindungen im Netz. Hinschauen statt wegschauen, sollte immer die Devise beim Nutzen des Netzes sein. Sollte man mitbekommen, dass Mitschüler oder Bekannte zu Mobbingopfern werden, sei es wichtig, Hilfe anzubieten und Unterstützung von Lehrern oder Eltern einzufordern.



Um auch den Rest der Schule an den positiven Botschaften des Workshops teilhaben zu lassen, bastelte die Klasse Abrisszettel mit Komplimenten oder Hilfsangeboten, die in der Schule verteilt wurden. Auch in den beiden großen Pausen wurden die übrigen Schüler der ELS miteinbezogen. Rapper EstA gab gemeinsam mit Eric Philippi ein Live-Konzert auf dem Schulhof. Gesungen wurden neben dem „Saarland-Song“ auch Lieder mit Bezug auf das Projektthema.

Am Ende des Vormittages gab es dann noch eine gemeinsame Abschlussrunde mit der gesamten Klassenstufe und allen Referenten. „Alles in allem war es ein gelungener Tag, der allen Beteiligten viel Spaß und Freude bereitete“ resümierte Lehrerin Simone Weber. Auch der Lerneffekt kam nicht zu kurz. „Sicherlich werden einige der Schüler nun wachsamer durchs Netz gehen und noch ein zweites Mal nachdenken, bevor sie ihre Nachrichten und Bilder im Internet verbreiten“, ergänzt ihre Kollegin Anika Kirsch.

(tth)