| 20:09 Uhr

Bürgerkandidat
Der Kandidat der Genossen will unkonventionell handeln

Thailen . ( Wenn sich Karsten Kiefers Traum, als Sozialdemokrat neuer Bürgermeister von Weiskirchen zu werden, am 3. Juni wirklich erfüllen sollte, dann wird sich zwangsläufig einiges auch in seinem Privatleben verändern müssen. Noch führt er als gelernter Einzelhandels-Kaufmann mit seiner Frau ein Fotogeschäft in Saarbrücken. Zuhause in Weiskirchen pocht sein kleiner Sohn auf Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern. Erfüllen dem Vater am Wahltag im Juni die stimmberechtigten Bürger seiner Gemeinde den Wunsch, seit langem erster SPD-Bürgermeister seiner Heimatgemeinde zu werden, müssen die Rollen von Vater und Mutter neu verteilt werden.

( Wenn sich Karsten Kiefers Traum, als Sozialdemokrat neuer Bürgermeister von Weiskirchen zu werden, am 3. Juni wirklich erfüllen sollte, dann wird sich zwangsläufig einiges auch in seinem Privatleben verändern müssen. Noch führt er als gelernter Einzelhandels-Kaufmann mit seiner Frau ein Fotogeschäft in Saarbrücken. Zuhause in Weiskirchen pocht sein kleiner Sohn auf Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern. Erfüllen dem Vater am Wahltag im Juni die stimmberechtigten Bürger seiner Gemeinde den Wunsch, seit langem erster SPD-Bürgermeister seiner Heimatgemeinde zu werden, müssen die Rollen von Vater und Mutter neu verteilt werden.


Dass für ihn praktisch von Geburt an nur das SPD-Parteibuch infrage kam, führt Kiefer im Wesentlichen auf seine Familiengeschichte zurück. „Mein Opa hat, wenn auch stets mit einem Schmunzeln im Gesicht, gesagt, wir sind Sozialdemokraten und bleiben das für immer.“ Auch aus Erfahrung und Überzeugung sei er gerne in die politischen Fußstapfen seiner Familie getreten. Weil er sich als „Arbeitstier“ einstuft, habe sich im Laufe der Jahre seine soziale Sensorik sowohl für Sorgen und Nöte von Arbeitnehmern als auch von Arbeitgebern immer weiter ausgeprägt.

Damit beantwortet sich auch die Frage nach seinen möglichen Hobbys oder Freizeitgewohnheiten weitgehend von selbst. Kiefer: „Ich habe letztlich meinen Beruf zum Hobby gemacht.“ Dann räumt er im Gespräch mit der SZ ein, dann und wann gerne in der eigenen Küche die Kochlöffel zu schwingen. „Am liebsten koche und esse ich Gerichte aus dem genussreichen Bereich der mediterranen Küche.“



Dass er mit Zwängen und Konventionen nicht viel im Sinn hat, offenbart sich bei der Auswahl seines Outfits am Tage seiner Wahl zum SPD-Bürgermeisterkandidaten. Anders als viele seiner befreundeten Sozialdemokraten, die für diesen Termin ihre festlichen Anzüge mit ihren modischsten Krawatten komplettiert hatten, beließ Kiefer es bei einem eleganten Anzug; sein Hemd blieb am Hals offen: „So bekomme ich besser Luft.“

Unkonventionell will er auch, wenn ihm der Wählerwille bei der bevorstehenden Wahl das erforderliche Mandat dazu erteilt, als zukünftiger Bürgermeister der Gemeinde Weiskirchen viele Dinge anders, nach seinen Vorstellungen besser machen. Dabei denkt er nicht zuletzt daran, seine Heimatgemeinde für die Zukunft besser aufzustellen. Kiefer zur SZ: „Wir müssen uns insbesondere unserer Vorzüge wie dem traumhaften Hochwald um unsere Gemeinde herum bewusster werden. Gerade dabei sehe ich viel Potenzial, um den touristischen Bereich nachhaltig für uns selber nutzbar zu gestalten. Immer, wenn ich abends von der Arbeit in Saarbrücken nach Hause fahre, genieße ich es, in so einer zauberhaften Landschaft leben zu dürfen.“

(a-n)