"Degenfechten ist beste Medizin"

Weiskirchen. "Das ist schon ein tolles Ambiente, eine schöne Atmosphäre", sagt Francois de Corbier aus Trier und meint das schon etwas ungewöhnliche Fechtturnier unter freiem Himmel unter den Arkaden des Kurparkweihers in Weiskirchen. Der 77-Jährige ist der älteste Teilnehmer bei diesem Fechtturnier, das er seit knapp zehn Jahren mit großer Vorliebe besucht

Weiskirchen. "Das ist schon ein tolles Ambiente, eine schöne Atmosphäre", sagt Francois de Corbier aus Trier und meint das schon etwas ungewöhnliche Fechtturnier unter freiem Himmel unter den Arkaden des Kurparkweihers in Weiskirchen. Der 77-Jährige ist der älteste Teilnehmer bei diesem Fechtturnier, das er seit knapp zehn Jahren mit großer Vorliebe besucht. Seit er elf Jahre alt ist, übt der Franzose sein Hobby aus und hat daher schon unzählige Turniere gefochten, kennt sich daher bestens im Fechtsport aus und weiß das Weiskircher Fechtturnier gut einzuordnen.In der Altersklasse der Veteranen ist de Corbier eingeteilt, da hat er aber Gegner, die bis zu 25 Jahre jünger sind. "Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne, denn das Fechten mit dem Degen ist meine beste Medizin", betont er, denn das Alter fordere zuweilen schon seinen Tribut. Daher nicht verwunderlich, dass er immer mehr einstige Weggefährten vermisst. "Dabei sein ist alles", nennt er die olympische Idee seine Maxime. Aber mit einem ersten Platz in der AK4 hat Francois de Corbier den Wettkampf dennoch abgeschlossen, also auch noch recht erfolgreich. Im Vorjahr war er Zweiter geworden. Ebenso wie der 77-Jährige kommen zum Fechtturnier des Fechterrings Hochwald über 100 Anhänger dieser Sportart, um das besondere Flair in der Kurgemeinde zu genießen. "Es ist kein Wertungs- oder Ranglistenturnier, dennoch aus dem gesamten südwestdeutschen Raum und angrenzendem Ausland sehr gut besucht, was uns für dieses Jahr wiederum sehr zufrieden stellt", betont Peter Molter, Vorsitzender des Fechterring Hochwald. So klirrten denn über zwei Tage die Degen.Gefochten wurde drei Minuten lang, wer zuerst fünf Treffer für sich setzen konnte, hatte den Kampf gewonnen. Beim Degenfechten kann der gesamte Körper von Kopf bis Fuß getroffen werden. Treffer werden mit einem Stoßgewicht von 750 Gramm markiert.Hochkarätige Veranstaltung"Etliche Ranglistenfechter kreuzten die Klingen, so dass es eine hochkarätige Veranstaltung war, bei der auf hohem Niveau gefochten wurde", stellte Molter, der zugleich auch saarländischer Landestrainer der Fechter ist, den Akteuren ein gutes Zeugnis aus. Für den Fechterring Hochwald sprangen letztendlich vier Turniersiege heraus, sogar einen Doppelsieg bei den Schülerinnen von Isabell Marien vor Katharina Dewald. Bei den gleichaltrigen Schülern behauptete sich Alexandros Hahn. Maximilian Kippenberger setzte sich bei der A-Jugend durch. In der AK1 gelang Peter Geiger eine erfolgreiche Titelverteidigung. Für den 48-Jährigen ist dieses Turnier ein Muss, wenn gleich er den Fechtsport schon etliche Jahre nicht mehr ausübt.