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CDU kürt Kandidaten
CDU setzt auf Wolfgang Hübschen

Erster Gratulant für Wolfgang Hübschen (rechts) war dessen unterlegener Mitbewerber Thorsten Willems.
Erster Gratulant für Wolfgang Hübschen (rechts) war dessen unterlegener Mitbewerber Thorsten Willems. FOTO: Erich Brücker
Weiskirchen. Weiskircher Hauptamtsleiter wird Kandidat der Christdemokraten bei Bürgermeisterwahl.

Wolfgang Hübschen, zurzeit Leiter des Hauptamtes in der Gemeindeverwaltung von Weiskirchen, wird als Kandidat der CDU bei der Bürgermeisterwahl in der Kurgemeinde am 3. Juni antreten. Am Montagabend setzte sich Hübschen in einer Kampfabstimmung gegen seinen Kontrahenten, den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Thorsten Willems, durch. Der CDU-Gemeindeverband Weiskirchen hatte zu einer Mitgliederversammlung ins Gasthaus Johannes im Kurort eingeladen, um seinen Kandidaten für die im Juni anstehende Wahl zum neuen Bürgermeister der Hochwaldkommune zu bestimmen. Bürgermeister Werner Hero hatte Anfang des Jahres publik gemacht, dass er nach 16-jähriger Amtszeit mit Erreichen der Altersgrenze zum 30. November 2018 seinen Sessel im Rathaus räumen werde. Die Weiskircher müssen somit zehn Monate früher als ursprünglich vorgesehen einen neuen Rathauschef wählen.


Zwei Kandidaten standen hierfür bei der CDU zur Wahl. Mit der deutlichen Mehrheit von 64 Prozent in einem geheimen Wahlgang hat Wolfgang Hübschen dabei das Rennen gegen seinen Mitbewerber Thorsten Willems, gewonnen.

Unter der Leitung der CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Helma Kuhn-Theis wurde die umfangreiche Tagesordnung der Mitgliederversammlung zügig und harmonisch abgearbeitet. „Heute ist ein großer Tag und historisches Datum für die CDU in Deutschland, an der Saar und in Weiskirchen“, betonte die Kreischefin mit Blick auf die Veränderungen der großen Politik in Berlin und Saarbrücken. Sie wertete auch die gewählte Form der Kandidatenfindung bei der Weiskircher CDU als richtiges Verständnis von Demokratie. Damit zeige man Offenheit und Transparenz.



Kuhn-Theis erinnerte alle Mitglieder daran, dass es eine große Verpflichtung sei, heute nicht nur eine Stimme abgeben zu müssen, sondern sich auch der Verantwortung bewusst zu sein, welcher der beiden Kandidaten die Mehrheit der Stimmen bei der Wahl zum Bürgermeister für sich verbuchen könne. Schließlich sollte das Amt des Bürgermeisters in Weiskirchen auch zukünftig von einem Christdemokraten wahrgenommen werden.

Zuvor galt der Dank der Kreisvorsitzenden dem scheidenden Bürgermeister Hero für seine „zielführende und erfolgreiche sowie langjährige“ Arbeit. Er habe sich Respekt erworben und sich mit Kompetenz und Sachverstand zum Wohle der Kurgemeinde eingesetzt und werde dies bis zu seinem Ausscheiden wohl auch noch tun. „Es gab schöne Zeiten, aber auch üble“, blickte Hero in seinem Grußwort auf seine bisherige Amtszeit zurück und nannte einige Eckdaten der 16 Jahre. Für die Zukunft gelte es um den Fortbestand der Gemeinden zu kämpfen, schließlich sollte man sich nicht von den Landkreisen platt machen lassen. Innere Sicherheit und interkommunale Zusammenarbeit waren weitere Stichworte. Im Hinblick auf die anstehende Wahl appellierte er an die Mitglieder, sich für den besten zu entscheiden.

Die Kandidaten konnten sich zunächst  mit ihren persönlichen, schulischen, beruflichen und kommunalpolitischen Eckdaten sowie den Vorstellungen ihrer Bürgermeisterarbeit mit zukünftigen Zielen und Schwerpunkten um die Gunst der Wähler zu werben, vorstellen. In geheimer Wahl wurde dann abgestimmt. 51 stimmberechtigte Parteimitglieder waren anwesend. Für Hübschen stimmten 32, für Willems 18 Mitglieder, bei einer Enthaltung.

Hübschen dankte für die deutliche Mehrheit und das entgegengebrachte Vertrauen, werde sich bemühen, ein guter Bürgermeister zu werden, sofern er denn gewählt werde. Erster Gratulant war der unterlegene Gegenkandidat. „Die Würfel sind gefallen. Es gilt das Ergebnis zu akzeptieren. Alle mögen hinter dem Kandidaten stehen, schließlich wird die Bürgermeisterwahl kein Selbstläufer“, resümierte Versammlungsleiterin Kuhn-Theis.